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noch mehr Tote

The Album Leaf

In A Safe Place

City Slang/Labels/EMI

Trauer kann schöne Seiten haben. Der Zeitpunkt, eine Platte wie diese zu hören, könnte dann nicht günstiger sein. Rühre die Trauer von dem Verlust eines guten Bekannten, von Einsamkeit oder aus sonstigen Gründen her. Es sollte Abend sein, man sollte allein sein und draußen sollte kein Sterbenslaut zu hören sein. Dann ist der Weg bereitet, um sich The Album Leaf zuzuwenden und damit "In A Safe Place".

Hinter der Pseudoband steckt Jimmy LaValle. Er lebt in San Diego und wurde bekannt durch seine Mittäterschaft bei Tristeza und The Black Heart Procession. Seit fünf Jahren nimmt er auch Solo-Songs auf. Für "In A Safe Place" lud er sich Musiker von Sigur Rós, TBHP, Mûm und Anima, der Streicher-Equipe von Sigur Rós, ins Studio ein. Die Aufnahmen fanden praktischerweise auf Island statt; in einem Studio, das schon Sigur Rós heimsuchten. Herausgekommen ist ein wohltuendes Destillat aus den Einflüssen der im Studio vertretenen Bands sowie Boards Of Canada, Arab Strap und Tortoise. Der - spontan und unbedarft gesagt - Post-Rock kann auch ins Minimal-Elektro-Feld abdriften ("The Outer Banks"). Zum ersten Mal wird auf einem von LaValles Alben gesungen. Das übernehmen LaValle, Jon Thor Birgisson (SR) und Pall Jenkins (TBHP). Jedess Mal, wenn die Melancholie Überhand nimmt, sollte man "Streamside" oder "Moss Mountain Town" hören. Es hilft.

(kfb)