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Kaizers Orchestra
Maestro
Universal

Dass das Kaizers Orchestra dem Wahnsinn gerne mal die Hand schüttelt, haben die Norweger mit den zwei bisher erschienen Alben hinreichend bewiesen. Bei ihrem neuen Werk "Maestro" fragt man sich aber, ob der Titelsong nicht etwas über's Ziel hinaus schießt. Wenn der überschnappende Backgroundchor in bester Rocky-Horror-Manier "Swing din hammer" skandiert, ist das verdammt nah am Kasperletheater.
Dafür gibt es aber im weiteren Verlauf die notwendige musikalische Kurskorrektur. Um sich nicht selbst zu kopieren konzentrieren sich die sechs Norweger deutlicher auf die Songs und lenken ihren Weirdo-Sound in nachvollziehbare Bahnen. Dabei verlieren sie nicht an Eigenständigkeit, entfernen sich aber weit genug von den beiden ersten Alben um nicht in Selbstparodie zu ersticken. Aufgrund der norwegischen Lyrics wiegt auch die etwas übertriebene Story über den fiktiven Anstaltsleiter Dieter Meyer nicht so schwer und man kann sich am nächsten großen Wurf des Kaizers Orchestra freuen.
(dmm)







