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noch mehr Tote

K-Os

Joyful Rebellion

Labels/EMI

Wir hatten schon gar nicht mehr an ein zweites Album von Rapper K-Os geglaubt. Erfreulicherweise ist es nun doch so weit, dass der Kanadier den Nachfolger zu seinem phänomenalen Debüt "Exit" veröffentlicht.

Wie Saul Williams gehört K-Os zu den Protest-Rappern. Jenen, die sagen, was sie denken - ohne unflätiges Vokabular, dafür mit eingeschaltetem Hirn. Man denke in diesem Zusammenhang an The Roots, den jungen Mos Def oder Sage Francis. In den beiden Jahren seiner Abwesenheit hat sich der HipHop stärker denn je verändert, was K-Os gehörig stört: "HipHop gleicht einem aufgegebenen Schiff. Die besten Leute versuchen sich zusehends auf anderen Gebieten. Weil sie nicht wissen, wie man HipHop weiterentwickeln kann, wollen jetzt alle Rockstars werden." Er indes ist nach wie vor einer der ganz wenigen "conscious rapper".

Sein zweites Album besticht durch gehaltvolle Texte und einen eklektischen Mix aus HipHop, Soul, R&B, Reggae, Jazz und Blues - den Wurzeln der schwarzen Musik. Eine fürwahr erfreuliche Rebellion.
(kfb)