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Yann Tiersen
Les Retrouvailles
Virgin/EMI

Der französische Komponist Yann Tiersen ist mit seinen Arbeiten für "Die fabelhafte Welt der Amélie" und "Good-Bye Lenin" in den Fokus der Zuhörer gerutscht. Dass auch seine 'normalen' Alben eine große, visuelle Kraft besitzen, ist unbestritten und wird von "Les Retrouvailles" eindrucksvoll belegt.
Yann Tiersen nimmt sich jede künstlerische Freiheit, die er braucht, und ist bei einer simplen Klaviermelodie ("Le Matin") genauso pointiert wie beim großen Besteck des Titelsongs. Sein Hang zu Kettenkarussell-Assoziationen ist auch auf "Les Retrouvailles" unverkennbar, wird aber weiter verfeinert durch eine unglaubliche Instrumentenvielfalt und beeindruckende Kooperationen. Gesungen wird wenig, aber wenn, dann erheben Leute wie Liz Fraser, Jane Birkin, Stuart A. Staples oder Dominique A ihre Stimmen.
"Les Retrouvailles" beginnt mit netten Klimperinstrumentals und steigert sich mit jedem Titel. Speziell zum Ende hin beweist der Multiinstrumentalist Yann Tiersen, dass er den Stempel 'Komponist' zu Recht trägt. Wer so bewegend bildreiche Musikstücke schreibt, den darf man nicht mit der Schublade 'Instrumentalmusik' abqualifizieren.
(dmm)







