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Arctic Monkeys

Whatever People Say I Am, That's What I'm Not

Domino/Rough Trade

Irgendwie haben die Briten einen Ehrgeiz entwickelt, dass die Hypes, die sie über den Kanal blasen, auch einer langfristigen Prüfung standhalten. Da man vor ein paar Jahren bereits nach der zweiten Kopie abwinken konnte, wartet man jetzt auch auf 'the next big thing', das vielleicht doch nicht so großartig ist. Die Arctic Monkeys fallen diesem Urteil mit Sicherheit noch nicht zum Opfer -- die vier Bübelchen stehen chronologisch zwar in der langen Reihe hinter Franz Ferdinand, Bloc Party, Maxïmo Park und Co., punkten aber mit jugendlichem Drang nach vorne.

Tief in den Sixties verwurzelt hamstert sich die Band durch die Geschichte und ist dabei weder so stylish wie Franz Ferdinand noch so cool wie Maxïmo Park. Arctic Monkeys rocken und Sänger Alex Turner überrascht mit einer kraftvollen Stimme, die nicht darauf schließen lässt, dass der Bub 19 Jahre alt ist und ein postpubertäres Hautproblem hat. Hätten die Jungs zwei oder drei schwächere Songs einfach weggelassen (z.B. "You Probably Couldn't See For The Lights But You Were Staring Straight At Me"), wäre ihr Debüt unglaublich. So ist es nahezu unglaublich und man kann sich bei "I Bet You Look Good On The Dancefloor" und "From The Ritz To The Rubble" fragen, woher dieses Verständnis für perfekten Pop wohl kommt. Wahrscheinlich doch britische Muttermilch.

(dmm)

Link: www.arcticmonkeys.com