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Saosin

Saosin

Capitol/EMI

Das US-Quintett Saosin hat das Problem, dass es sich erst zu Wort meldet, als eigentlich schon alles gesagt ist. Ihr Wortbeitrag wurde zwar erwartet, aber keiner wusste, wann es so weit sein würde.

Als Sänger Antony Green nach der vielversprechenden EP "Translating The Name" (2004) ausstieg und die famosen Circa Survive formte, wurde es, von Tourneen und Internetstreiflichtern abgesehen, ruhig um Saosin. Wäre das selbstbetitelte Full-Length-Debüt schon vor zwei Jahren erschienen, hätte es der Emo-Welt wahrscheinlich die Sprache verschlagen. Jetzt kann man nur hoffen, dass der Cover-Käfer stark genug ist, um beim großen Krabbeln mitzuhalten. Verdient hätten es die Jungs allemal.

Die zwölf Songs sind mitreißend und so dermaßen auf den Punkt, dass schnell klar wird, warum dieses Debüt kein Schnellschuss werden konnte. So ist es mit Sicherheit die letzte der letzten Platten, die in der Schublade Emo-Core noch Relevanz haben werden. Bei dem Können der Band muss man keine Sorge haben, dass sie auf den kommenden Alben irgendwelche Genregrenzen hinter sich lassen.

(dmm)