Notiz vom 12. November 2000

Rührend, wie unsere Politiker immer ein Ohr am Mund des Volkes haben! Während Herr Westerwelle im Mercedes abreiste, bevorzugten die PFAUENFEDER-Leute den tatsächlich notgebremsten Nahverkehrszug. Und sie taten gut daran! Denn wie uns unser Gewährsmann aus Z., Herr beamteter Geheimrat Dr. Strunzel, soeben mitteilt, nähert sich der rasende Winter dem Troß auf geradezu dramatische Weise. Und er kommt nicht allein! In seiner Begleitung die beiden Punker Atze und Knochen, Streuner und Freunde der beiden Punkermädchen Angie und Saskia. „Den´n wer´n wir die Köppe dellen! Uns die Bräute ausspannen!“ Durch geschickte Vermittlung Dr . Strunzels (kein Wunder! Der Mann ist schließlich Akademiker!) kam es zur Interessenvereinigung mit Winter, der die Tatsache, daß Atze und Knochen einen „rostigen Kartoffelschäler“ mit sich führen, hinsichtlich seiner Rachegedanken mit zufrieden-sadonischem Grinsen quittierte.

Unterwegs ist auch „die Neue“, und auch sie ist nicht allein. Ihre Bekannte aus der „Selbsthilfegruppe für Frauen in den Neuen Medien“, Frau Patrizia Oberhof, begleitet sie und gedenkt, ein Rundfunkfeature über jene seltsame Truppe zu verfertigen. Besonders das Subjekt hat ihren Zorn erregt, denn „ein Krimi, in dem Fußball vorkommt? Das ist ja frauenverachtend!“ Die Situation spitzt sich zu. Gut so!