Notiz vom 23. Dezember 2000

Pah! Fünfzig Mark! Wie soll ich denn das haushaltsrechtlich begründen? Aber wissen müssen sollten wir schon, wer da einen Mord begangen hat. Schließlich sind wir der Geheimdienst!

Was nun den morgigen Empfang angeht, so hat der Chefredakteur vergessen zu erwähnen, daß auch meine Abteilung sich am großen Hallo für die Reisegruppe beteiligen wird. Unsere Gymnastikabteilung wird einen eigens für diesen Anlaß eingeübten Tanz vorführen, den sehr eindrucksvollen und künstlerisch sowie sportlich hochwertigen „Tanz der Pappnasen“. Unsere Aushilfssekretärin Fräulein Zasterpfennig rezitiert „Die Ballade vom weißen Vogel“, wobei sie sich nach und nach ihrer Kleidung entledigen wird, um schlußendlich in einem grünweißgestreiften Bikini auf der Bühne zu stehen.

Auch in den anderen Gruppen hat sich eine gewisse Melancholie breitgemacht. Dem Winter schmecken seit gestern die Bulletten nicht mehr, der Bierkonsum seiner beiden Assistenten ist unter die kritische Zehnlitermarke gefallen. Patrizia und „die Neue“ verfeaturen noch schnell alles, was ihnen in die Hände fällt, und die drei eiligen Paketboten nehmen lautstark Abschied von ihrem Schweifstern.

So. Jetzt muß ich mich aber sputen. Fräulein Zasterpfennig probt gerade ihren großen Auftritt, und das darf ich als ihr Vorgesetzter nicht versäumen!