Fahndungsfoto

Walter Dorsten, Soziologieprofessor, Erbe der väterlichen Unternehmung und Chef der "Richard Meinhardt"-Stiftung, sowie stiller Teilhaber des "Maxmarktes" - ein multifunktionales Talent eben, zudem in mancherlei Händel hinter den Kulissen verstrickt. Redet in einer Mischung aus engagierter Betroffenheit und soziopseudointellektuellem Kauderwelsch - ein schwer erträglicher Mensch also, von latenter Unsicherheit und ebenso latenten Großmannsphantasien geplagt. Befindet sich mitten in den Vierzigern, ist ledig, hat aber, was die wenigsten wissen, zwei uneheliche Töchter aus einer Beziehung mit der Tochter des Gastwirts Brause, der aber in diesem Romen ebenso wenig vorkommt wie seine Tochter.

Einige Stimmen:

"Hinter jedem Mann steckt eine kluge Frau, sagt man. Dorsten ist unverheiratet, das sagt alles." (Winfried Schiever, Herausgeber)

"Wir hatten mal eine Katze, und die war uns weggelaufen, und wir haben dann inseriert, dass uns die Katze weggelaufen wäre und wer sie findet, soll sie bei uns abgeben. Und ein paar Tage später stand der Herr Dorsten vor der Tür und hat unsere Katze auf dem Arm, und da hätten wir ihn küssen mögen, den Herrn Dorsten. Gut, ich sag mal: Wer ihn nicht näher kennt, könnte vielleicht denken, das ist so'n Schnösel. Wir haben ihn aber als einen wahren Menschen erlebt, auch wenn unsere Katze drei Tage später wieder abgehauen ist, und wir haben wieder inseriert, aber diesmal hat sich kein Schwein gemeldet." (Familie Prechtel)

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