Fahndungsfoto

Prinz, graue Eminenz einer großen Volkspartei, spielt in diesem Roman eigentlich nur eine Nebenrolle, ist aber ein Strippenzieher par excellence und sollte daher auch dort, wo er keine Rolle zu spielen scheint, niemals ignoriert werden. Mittelalt, mittelgut aussehend, noch volles, dunkles Haar, durchschnittliches Gewicht bei durchschnittlicher Größe, durchschnittliche Frau, mit der er zwei durchschnittliche Kinder hat - der Mann fällt nicht auf, und das disqualifiziert ihn für jegliche Stellung im Rampenlicht. Aber das sind die Schlimmsten. Und die Gefährlichsten. Die Unsichtbaren, die gerne sichtbar wären und die man, wenn man ganz genau schaut, auch gar nicht übersehen kann, wenn sich irgendwo eine Sauerei ereignet.

Einige Stimmen:

"Der macht mir angst. Hat alles im Griff. Tut so großväterlich. Dabei dieser Blick. Alles sofort taxierend, alles wird zu Spielmaterial." (ein Parteifreund minderen Kalibers, der nicht genannt werden möchte)

"Solche Menschen sind das Salz der Erde. Richtige Macher. Wir bräuchten mehr von denen. Ja, Deutschland bräuchte mehr Prinzens! Auf allen Gebieten, vom Fußball über die Gewerkschaften bis in die hohe Politik. Chapeau!"(ein Parteifreund minderen Kalibers, der unbedingt genannt werden möchte, es aber nicht wird)

"Wichser." (Prinz junior, 17 Jahre alt und momentan mit dem Gedanken spielend, sich der autonomen Szene anzuschließen, was aber sein Vater keinesfalls wissen darf, wegen dem Taschengeld)

zurück