Fahndungsfoto

Diana Weber, geborene Pastnik, ist in letzter Zeit merklich ergraut, was seinen guten Grund hat. Zum Zeitpunkt des Geschehens 43, mit einem Lehrer verheiratet, nicht unbedingt glücklich, aber erträglich, aber das ändert sich, und auch das aus gutem Grund. Sie muß einmal ein betörend schönes Mädchen gewesen sein, eins, das ihren Mitschülern den Kopf verdreht hat, wie Karl-Olaf Horst, unser Held, bestätigen kann. Beide haben sich, sozusagen, gegenseitig entjungfert und einander ewige Liebe und Treue geschworen. Diese glücklichen Zeiten endeten indes abrupt, und auch das nicht ohne guten Grund, und darüber wird noch viel zu reden sein. Diana, selbst Lehrerin an dem Gynmasium, an dem sie ihr Abitur gemacht hat, hätte sich auch vorstellen können, "etwas Soziales" zu machen. Als engagierte und ehrenamtliche Mitarbeiterin des Vereins "Für die Jugend" holt sie dies nach. Ihr Leben verläuft ansonsten in geregelten Bahnen. Das heißt: Das wird sich ändern. Aus gutem Grund. Aus sehr gutem Grund.

Einige Stimmen:

"Über die pädagogischen Fähigkeiten der Kollegin Weber gibt es keinen Zweifel. Hervorragend, trotz allem, was passiert ist...Ach so, das soll ich ja jetzt noch nicht verraten. Gut. Ich wiederhole: eine ausgezeichnete Pädagogin, geschätzt im Kollegium, beliebt bei ihren Schülern, wie auch ihr Mann, der ja leider...ach so, Entschuldigung, dazu darf ich ja hier auch nichts sagen. Fazit: Ich hatte und habe zu Diana Weber stets die allerbeste und -höchste Meinung. Das können Sie ruhig so schreiben. Ganz genau so." (ein Gymnasialoberstudiendirektor, Vorgesetzter von Diana Weber)

"Die Weber ist toll. Jedenfalls toller als ihr Alter. Der schaut auch immer so und macht so spitze Bemerkungen, wenn man mal was Cooles anhat. Für ihr Alter hat sich die Weber noch gut gehalten. Schlank, hübsch, na ja, die paar Falten halt." (eine Schülerin, kurz vor dem Beginn der Romanhandlung befragt)

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