die Einzelkritik


Die Top Ten vom 26.1.2003

10. Guano Apes: You can´t stop me

Originelles Video (mit Zirkusarena, roten Uniformen etc.). Aber in dem Krach erkenn ich nicht wirklich ein Lied. Bin halt zu alt. Vor ein paar Jahren war´s ja noch lustig, als es hieß „Du, das singt ´ne Frau!“ – „Was, echt?“ Aber jetzt? Nervt ein bisschen, die Kraftmeierei von Frau Nasic.

9. Jennifer Lopez: Jenny on the block

Das ist wirklich das hässlichste Outfit, das momentan in den Top Ten ist. Seit dem Abgang von Christina Aguilera... Aber in dem Punkt kann ihr Jennifer Lopez völlig das Wasser reichen. Und in Sachen schlechter Musik auch. Mein Gott, ist das ein alberner Song!

8. Aaliyah: Miss you

Oweiha. Ich bin echt zu alt für die Charts. Weil: so´nem R´n´B-Gesäusel kann ich echt gar nix abgewinnen. Ist für mich altbackener, steriler Schmalz. Auch wenn´s die sagenumwobene, supertalentierte Aaliyah ist. War.

7. Jay-Z. feat. Beonce Knowles: ´03 Bonnie & Clyde

Da klingt das doch schon viel cooler. Dezenter Flow mit Latino-Harmonien, ziemlich lässig das Ganze. Und hübscher Beat. Also echt mal ein angenehm unaufdringliches Stück HipHop, das mehr auf Flair als auf Hooks setzt. Gefällt mir gut!

6. Robbie Williams: Feel

Das ist Pop aus dem alten Europa. Oder nicht? Gut, weder deutsch noch französisch. Aber so was kriegen die Amis halt nicht hin. Deshalb ist Robbie Williams in den USA auch niemandem ein Begriff. Trotz Daryl Hannah im Video. Aber „Feel“ ist immer noch ´ne schöne, einfache Pop-Ballade.

5. Xavier Naidoo: Abschied nehmen.

Sehnlichst warte ich, dass Xavier Naidoo den Songtitel wörtlich nimmt und uns in Zukunft verschont. Mit seiner „Musik“, seinen Videos und seinen Interviews.

4. Panjabi MC: Mundia to Bach Ke

Nach zwei Monaten erkenn ich jetzt endlich mal den Songtitel in dem Lied. Also, gesungen. Tolles Stück. Völlig überdreht (für meine Ohren), aber halt im positiven Sinne irre. Und das Video auch: so was Grelles kann eben nur aus Richtung Indien kommen.

3. Die Gerd-Show: Der Steuersong

Oh nöö. Der Schröder reicht mir schon in der Tagesschau, den muss ich nicht auch noch auf Viva sehen. Wenn ich der wär, würd ich mich also nichtkünstlich aufregen, sondern das mal realistisch sehen: der Schröder-Overkill im deutschen Fernsehen. Davon konnte Scheel nur träumen, denn da gab´s noch kein Musikfernsehen.

2. Eminem: Lose yourself

Es hat lang gedauert, bis ich mich über Eminem-Songs freuen konnte. Aber seit letzten Jahr ist es soweit. Leider sieht der Typ so Scheiße aus, dass man ihn auch besser im Video durch Gummipuppen ersetzen würde. Aber „Lose yourself“ ist gut abgehangener, gerade so nicht-überproduzierter HipHop. Obwohl Eminem ja, wie wir wissen, eine reine Produzenten-Puppe ist. Legitimer Nachfolger von Michael Jackson also. Denk ich mir jedenfalls.

1. Deutschland sucht den Superstar: We have a dream

Ich hab´s ja schon ein paar Mal gesagt – ich bin alt. Deshalb nervt mich dieser Daniel Lopes kolossal. So sehr, dass ich ihn schon in einem Video sehe, wo er gar nicht drin ist. Jedenfalls hab ich ihn da nicht entdeckt. Nein, solche braunhäutigen Milchbubis sind schon seit ganz langem nichts mehr für mich – ich steh ja eher auf Daniel Küblböck. Also, in Sachen Entertainment. Hoffentlich fliegt der nicht so schnell raus. Aber in „We have a dream“ merkt man halt doch ganz deutlich: er muss der sein, der wie Kermit klingt, wenn man hintendrauf tritt. Grässlich. Nein, am besten singt immer noch Juliette.