die Einzelkritik


Die Top Ten vom 17.2.2003

10. Snap: Rhythm is a dancer 2003

Was soll ich sagen? Ich mag die Nummer. Übler Euro-Trash, damals schon – ich weiß. Aber habt Ihr schon mal versucht, das Ding zu singen? Genau, das geht. Ist einfach n Supersong, der zu jeder anderen Zeit in jeder anderen Aufmachung auch funktioniert hätte. Nur doof, dass diese Rap-Passagen drin sind. Grummel.

9. Jay-Z feat. Beyonce Knowles: ´03 Bonnie&Clyde

Mh, heute bin ich wieder sehr gut auf das Stück zu sprechen. Hat was ungemein poetisches, so ruhig und fließend. Wär mal n angenehmer Sommersong gewesen. Schade, zu früh.

8. Nena: Leuchtturm

Oha. Nena bei den „Echos“ gesehen? Also, unüberraschter und arroganter kann man einen Preis wohl nicht entgegen nehmen. Hab außerdem aus gut informierter Quelle gehört, dass sie ne unheimliche Zicke sein soll, die bei Fernsehdrehs kleinere Chargen nicht mal mit dem A... anguckt. Tut mir leid, dass ich sie in den letzten Wochen so gelobt hab. Kommt nicht wieder vor.

7. Master Blaster: Hypnotic Tango

Mist, bin endgültig weichgekocht. Ich MUSS dieses Stück haben. Es ist zwar blöd und platt, aber halt auch fett und groovig. Die dritte Coverversion in den Top Ten – nur bis hier – Hilfe! Wann gibt´s mal wieder welche ohne???

6. Christina Aguilera: Beautiful

Ich hab alles zu diesem Stück gesagt, was zu sagen ist: es kotzt mich an. Lest die Gründe unter „Vorwoche“.

5. Kate Ryan: Desenchantee

Und die fünfte Coverversion... Okay, sie ist nett. Aber gibt´s auf der Welt keine Komponisten mehr?

4. Blue feat. Elton John: Sorry seems to be the hardest word

Die sechste! Ist dieses Jahrzehnt denn komplett geliehen? Belastet mit 70er-, 80er- und 90er-Hypotheken? Schlimm, das.

3. Eminem: Lose yourself

Muss ich Eminem jetzt loben, weil er wenigstens nur sampelt? Ich mag nicht. Ich will endlich wieder neue Sachen. Und, naja, Top Ten ohne Eminem und Christina Aguilera wären auch mal wieder nett, auch wenn´s ausländerfeindlich klingt.

2. t.a.T.u.: All the things she said

Nun ja, sowas gehört wohl ganz vorne in die Charts. Wo hat Teenie-Bubblegum-Scheiße sonst einen Platz? Nein, ich muss mal wieder neidlos anerkennen: Charts sind die Spielwiese junger Leute. Keiner Menschen jenseits der 30. Ich bin hier falsch.

1. RTL-Superstars: We have a dream

Ich mags nicht mehr hören. Aber, ojeh, das geht mir heut mit allem so. Vielleicht bin ich urlaubsreif. Wahrscheinlich sollte eine Vertretung mit frischen, jungen Ohren übernehmen.

(Katja Preissner)