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• Ria: Wir machen Folgendes: Ein Buch, in dem wir messerscharf nachweisen, dass die Feuilletonisten uns gei (mehr...)


Peter J. Kraus: Geier

In der zweiten Hälfte der Neunziger hat Peter J. Kraus drei Musikbücher veröffentlicht, von denen zwei auch bei Hinternet enthusiastisch aufgenommen wurden (Rock-Highway, Route 66). Dann wurde es still um ihn. Warum? Er hat einen Krimi geschrieben!

Und der ist, man kann es nicht anders sagen, so gut wie die Musikbücher. Oder, um es doch anders zu sagen: Wer Peters Art des kenntnisreichen, witzigen und immer lockeren Plauderns mag, der bekommt mit "Geier" ein neues Quantum dieses Stoffes, angereichert um jede Menge Sex & Crime.

Kurz die Story: Jon Gutman, Diskjockey und Surfer, findet eine Leiche am Strand. Zu der gehört eine Telefonnummer, die Jon, neugierig wie er ist, anruft. And the shit begins... Drei "Geier" heften sich an Jons Fersen und haben nur eins im Sinn: Ihn mittels Kugel, Dynamit oder what ever ins Jenseits zu befördern. Gottlob findet Jon auf seiner Flucht genügend Freunde, um den "Geiern" nicht nur immer knapp zu entkommen, sondern sie letztlich auch final aufs Kreuz zu legen.

Über 400 Seiten, die nie langweilig werden, spannend bleiben und mit der tröstlichen Gewissheit enden, dass Computerkriminalität durchaus ein Segen sein kann. Lesen, lesen, lesen! (War übrigens 2003 auch für den Glauser-Preis nominiert)

Peter J. Kraus: Geier. Knaur 2003, 477 Seiten, schlappe 8,90 Euro

dpr

9. Februar 2005

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