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Andernorts im Krimiland: Übersetzungen

Ist das Zufall? Gestern wiesen →„die Alligatorpapiere“ auf das Bedauern der amerikanischen Kolumnistin Sarah Weinman über das Fehlen von Übersetzungen ausländischer Kriminalromane hin. Sie beschließt ihre Ausführungen:

“I'll just keep on sounding the same drum again: there are fabulous writers who aren't known to the English speaking public and thanks to the effort of small presses like Arcadia and Bitter Lemon (as well as larger ones like Harvill Secker) they are getting attention and readership. May the pie grow and add more pieces for more authors.”

Letzten Sonntag vernahm man Ähnliches von der Engländerin Louise France von „Guardian Unlimited“, die unter dem Titel →“Murder They Wrote” u.a. schrieb:

„Traditionally, British readers have a horror of translated novels. Europeans have always bought up our crime writers, from PD James to Ian Rankin, but we're a nation for whom the words 'French exchange' still have the power to instil terror. Yet according to Maxim Jakubowski, owner of Murder One, the specialist crime bookshop on London's Charing Cross Road, sales of translated European crime fiction have increased fivefold in the past four years.”

Beides, das Engagement amerikanischer Kleinverlage als auch das wachsende Interesse englischer Krimileser an nichtenglischer Lektüre, sind sicherlich erfreulich und ermutigend. Vor übertriebenem Optimismus sei jedoch gewarnt. So wie der Krimiliteratur ergeht es fast jedem ausländischen Buch im englischsprachigen Raum: Wenn es nicht gerade ein internationaler Knaller wie Ecos „Name der Rose“ ist, widmen sich ihm fast ausschließlich die Spezialisten und Liebhaber.

Da haben wir es besser. Doch, ich meine das wirklich. Trotz der vielbeklagten Flut englischsprachiger Bestseller. Aber es werden zum Einen nicht nur englische Krimis übersetzt, sondern auch isländische, litauische, mexikanische, französische etc., und zum andern erhalten wir auch das Beste aus amerikanischer, englischer Produktion (mit Ausnahmen).

Natürlich ist es für deutsche Autoren ärgerlich, nicht gedruckt zu werden und mit ansehen zu müssen, wie jeder Mist, so er nur englischsprachiger Provinienz ist, auf den Wühltischen der Buchhandlungen feilgeboten wird. Das aber ist der Preis, den wir zahlen müssen. Er hängt mit einer immer trivialer werdenden Verlagskultur zusammen, dem Diktat des Profits über die Qualität. Nur – wo leben wir eigentlich? In einer kapitalischen Gesellschaft. Da nennt man so etwas ein folgerichtiges Ereignis. Ihm entgegentreten kann man nur mit Qualität und indem man die Hoffnung hochhält, dass sich die Leser an deutsche Qualität gewöhnen. Einige Autoren, die nicht dem Mainstream zuzurechnen sind (Haas, Ani etwa) schaffen es schon. Andere werden folgen. Und der Leser kann wählen: Aus der Fülle internationaler und nationaler Krimiliteratur. Oder bin ich jetzt zu optimistisch?

dpr

14. Juni 2005

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