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Digitalitäten

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Nicht mehr lieferbare Bücher sind, in den seligen Zeiten des Digitalen, eine aussterbende Gattung. Mit etwas Glück findet man Texte, die kein Verleger zu drucken sich traut, als das Ergebnis lobenswerter Fleißarbeit im Pdf-Format. Auch Krimis, natürlich. Hier ist ein kleiner.

Richard Dehmel (1863-1920) war kein originärer Autor von Kriminalgeschichten. Eine indes gibt es von ihm doch, und die → ebook-Bibliothek macht sie uns in liebevoll entworfener Gestalt zugänglich.

„Der Werwolf“, gerade einmal 12 Druckseiten lang und 1907 veröffentlicht, berichtet von einem Raubmord auf der Eisenbahn und einem „Werwolf“ genannten Frühpensionär, den man als Täter überführt zu haben glaubt. Kurz vor der Verurteilung des durch eine Kopfverletzung Gehandicapten wendet sich überaschend das Blatt. Aber zu spät...

Nein, „Suspense“ oder wie das neumodische Zeug heißen mag, ist Dehmels Sache nicht. Er erzählt, ganz Naturalist, seine Geschichte ohne Spannungsbogen und Dramatik. Was er uns damit sagen will, fällt wohl eher in den Bereich des Moralphilosophischen. „Es gibt keinen Gott!“, schreit die Witwe des Opfers verzweifelt , und der „Werwolf“, bevor er sich erhängt, ruft aus: „Gerechter Himmel, es gibt einen Gott!“

Interpretationen der Geschichte sollten also in diesem Rahmen ansetzen. Interessant wird "Der Werwolf" als historisches Dokument, das den Gebrauch von "Genrespezifischem" in der sogenannten Hochliteratur abbildet. Was wir hier bei Dehmel erkennen, das Verbrechen quasi als Vorwand für Einblicke in Moral und Psyche, hat sich im Kriminalroman bis heute gehalten. Dazu aber in Bälde mehr.

dpr

29. Juli 2005

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