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Uta-Maria Heim: Wespennest
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• Ria: Wir machen Folgendes: Ein Buch, in dem wir messerscharf nachweisen, dass die Feuilletonisten uns gei (mehr...)


Fiebergedanken

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Schnupfen, Husten, ein Kratzen im Hals: Schreiber dieses geht’s nichts so gut. Und: Nächtliches Verhandlungsmarathon mit einem Verleger, der von den Jahrbuchgewinnen unbedingt eine „Finca in Bad Liebenzell – mein Jugendtraum!“ anschaffen möchte. „Nein, Alfred“, sage ich süßlich, von mächtigen Virenarmeen schon längst in die Enge getrieben, „wir dürfen nicht mehr als 20 € verlangen. Zur Not dampfe ich das Layout ein bisschen ein. Dann kriegen wir vielleicht nicht den großen rheinland-pfälzischen Layoutorden am Band, aber die Krimigeschichtsschreibung wird es uns ewig danken!“

Und jetzt? Fieberwahn. Gedankenmonster spreizen sich höhnisch im Zwielicht der Nacht, blinken auf wie Christbaumschmuck und zerplatzen: Bloggende Krimiautoren. Da macht ja gerade →der-andere-da was drüber, wenn er nicht damit beschäftigt ist, seine Zugriffsstatistik zu manipulieren. Also: ich meine...leichte Ohnmacht...Moment...so, jetzt geht’s wieder...was wollte ich sagen...ach ja: Ich meine: Leute, die ihr bloggen wollt, lasst euch nichts einreden (und wenn, dann nur von dem-da, denn, das muss ihm der Neid lassen, er meint es wirklich gut und weiß meistens, wovon er spricht), aber die Definitionshoheit liegt nun einmal notorisch bei den funktionalen Analphabeten, den analfixierten Charakteren, den Ordnungszwanghaften, die ständig nicht nur ihre eigenen drei Gedanken abstauben, sondern mit ihrem Feuchtwedel auch in den Gehirnen anderer reinemachen wollen. Also: Macht was ihr wollt, aber macht es gut.

Neue Krimiirrtümer verirren sich in meine Wahnvorstellungen. Muss ein guter Krimi immer „psycho-logisch“ sein? Nein, muss er nicht, das sage ich jetzt mal ganz spontan. Die meisten Autoren hauen einem eh die vorgestanzten Weisheiten aus der Psychoecke irgendeiner Freizeitillustrierten um die Ohren. Aber...nee, nix aber...lieber Gott, wenn ich diesen Schnupfen überlebe, werde ich nie mehr ein böses Wort über niemanden sagen, geschweige denn schreiben, nur der-da-andere-Blogger kriegt ab und zu noch sein Fett weg, der braucht das, und vielleicht noch der oder die da KrimiautorIn, wenn er oder sie oder wer auch immer mir irgendwelchen Mist... nein, ich werde geläutert sein und der bravste Krimiblogger auf deiner schönen Welt, lieber Gott!

Noch ein Krimiirrtum, bevor es mich endgültig gargekocht hat: Dass nur der „literarische Krimi“ imstande sei, uns ein Bild der Gesellschaft zu zeichnen. Das Gegenteil ist der Fall, das stelle ich immer mehr fest! Es sind die Gebrauchstexte, die unambitioniert geschriebenen Sachen, die uns die Zeit ihrer Entstehung in den trüben Bernstein ihrer Sprache gießen. Darüber müsste man mal gesondert und verschärft nachdenken, aber jetzt doch nicht. Jetzt erst mal Maßnahmen gegen völligen körperlichen Verfall, das endgültige Sichauflösen eines Krimibloggers treffen: Tasse Kaffee, ne anständige Fluppe, danach einen Schnaps und ein süßes Teilchen. Altes Familienrezept. Daran sind bei uns ganze Generationen zugrunde gegangen. Und dann diesen Schorlau in die Pfanne hauen bis Donnerstag...

dpr

24. Januar 2006

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