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Inspiration

Seit Wochen schon bastele ich an einem längeren Artikel, einer Hommage, einem Aufruf an alle Produzenten und Konsumenten, doch IHN wieder zu lesen... man murkst halt so rum, entwirft einen Plan und noch einen, beginnt mit der Schreiberei, steckt’s auf, fängt wieder an... es will nicht so recht werden, wie es sein soll. Und dann kommt ER: der große Inspirator. Man muss nur warten können, er kommt bestimmt. Auch wenn er Thomas Wörtche heißt und seine → 108. Crime Watch – Kolumne so beschließt:

„Klar aber auch, dass große Teile von Kriminalliteratur diese Sicht der globalen Probleme nicht aufnehmen mögen. Weil dann die netten Dichotomien von Gut gegen Böse, Fall und Aufklärung wegfallen würden und der Unterhaltungseffekt kaputt wäre, der sich einem unbewiesenen Dogma zufolge genau an dieser binären Weltsicht festmacht. Fiktion und Realität liegen mal wieder im Handgemenge.“

Das ist es doch! Die netten Dichotomien, Fiktion und Realität, dass hat ER, um den es in diesem längeren Artikel gehen soll, wunderbar erledigt. Keine Diskussionen mehr. So macht man das! Und die wohlfeilste Dichotomie, die nämlich, man habe Literatur und Krimi füglich voneinander zu trennen, die kickt er zudem in den Orkus. Weil man bei ihm nie so genau weiß, ob das nun Krimi ist oder nicht.

Ja, und wer nu’? Wartet halt ab. Jetzt muss ich den längeren Artikel nur noch schreiben, der wiederum ein kurzes Stück von dem sein soll, was als „Was ist Krimi. Eine Begriffszertrümmerung“ irgendwann demnächst oder später als Essay bei NordPark erscheinen wird (hast du gehört, Alfred?!). Yep: Was ist Krimi ohne Fragezeichen.

dpr

27. April 2006

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