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• Kle: PS: "Leicht ironisch" finde ich leicht untertrieben. Ironisch kann man die Sprache letztlich auch ni
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• dpr: Nun, der bei Malet ja auch typische leicht ironische Tonfall fehlt bei Pecherot. Was aber kein Nacht
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• Kle: Ist die Sprache denn auch nachempfunden? Als ich den ersten Malet in Händen hielt, hat mich an viele
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• Georg: Beschwer ich mich? Hab doch selber schuld und bin gestraft genug! Wo bleibt das Schmerzensgeld? ;-)
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• Jochen: Lieber Schorsch, die Blindgänger hast du dir doch selbst ausgesucht. Und das mit dem Abwasch (oder s
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• Johannes: Zentralbayern!Ca. 11°11` östl. Länge,47°59`nördl. Breite und 700 m hoch um genau zusein.5 m Schnee u
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• Schorsch: Dafür wurde ich aber auch gleich mit zwei Blindgängern bestraft. - Gestern abend hab ich mich am all
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• dpr: Nö. Nur schade, dass die Reihe nicht mehr fortgeführt wird. In einem guten neuen Verlag wenigstens v
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• dpr: Hallo? Ich weiss nicht wo du wohnst - Zentralsibirien? Bei uns jedenfalls war die Witterung durchaus
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Das letzte Tabu
Ja, ja, ich weiß. Zum Tabubruch aufzurufen ist in etwa so originell wie sich bei 35 Grad im Schatten ein kühles Mineralwasser zu gönnen. Zum Zwecke der Förderung des Krimis machen wir jetzt aber eine Ausnahme und rufen laut in die Landschaft hinein: Brecht das letzte Tabu der Kriminalromans! Und das wäre...?
Das komplette Versagen der ermittelnden Instanzen. Jawoll. Nichts weniger. Man stelle sich vor: Ein Mord ist geschehen, der Kommissar rückt an, die Hilfstruppen schwärmen aus, es wird verhört und spurengelesen, deduziert, induziert, denunziert und konstatiert, die Schlinge zieht sich zu, ganz langsam, ganz unaufhaltsam – und am Ende zuckt der Kommissar mit den Schultern, schreibt „ungeklärt“ auf die dicke Akte und verstaut sie im Schrank.
Sorry, wie haben es leider nicht auf die Reihe gekriegt, diesen Mordfall aufzuklären. Kann ja mal vorkommen. Oder, andere Entschuldigung: Ich, der Autor, hab irgendwie die Fäden nicht mehr vernünftig durch die Handlung ziehen können, alles war unlogisch, nichts machte Sinn. Oder: Ich habs einfach nicht übers Herz gebracht, mir einen Mörder, eine Mörderin auszugucken, weil ich ja DichterIn bin und mein Personal richtig liebhabe.
Oho, das Geschrei der düpierten Leserschaft hallt mir jetzt schon in den Ohren! Unverschämtheit! Betrug! Aus allen Foren zischt es: Finger weg von diesem Buch, das rät euch die Tinimaus, und Rolli ergänzt: Das müsste man strafrechtlich verfolgen, so ein Beschiss!
Indes das Feuilleton...ja, es würde wohl jubeln. Endlich wieder ein Tabubruch! Der letzte! Geil! Täter unerkannt entkommen, die ganze Rumrätselei, diese ewige Werwars, für die Katz! Das wollen wir jetzt immer lesen! Und dann, wenn sich das Scheitern des Ermittlers etabliert hat, das allerletzte Tabu brechen: Endlich wieder Krimis, bei denen hinten Recht und Ordnung rauskommen!
dpr
31. Juli 2006
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