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Inhaltsangabe

Und wieder legen wir erschöpft den Griffel aus der Hand: fertig. Über 80 Seiten, ein Interview mit der Autorin inklusive sowie die Auswahlbibliographie von Herrn Przybilka. Jetzt alles an den Alten vom Wuppertaler Berge geschickt, auf dass er es schön setzen möge. Umschlag. Hm, kleines Problem, aber das kriegen wir schon hin. Und was steht denn nun drin in

„Die Zeichen der Vier. Astrid Paprotta und ihre Ina-Henkel-Kriminalromane“?

Na, das hier:

Vorbemerkung: in der dem Leser bedeutet wird, dass ein Roman manchmal nur das Viertel eines größeren Romans ist: Die Zeichen der Vier

Kapitel eins: in dem Ina Henkel, nur spärlich mit den Notwendigkeiten einer Biografie bekleidet, in den Fluss der Fiktion geworfen wird, dort in beinahe tausend Stücke zerbricht, sich dann ein Leben zurechtdenkt, erkennt, dass es das falsche ist und endlich das richtige findet und aus dem Fluss der Fiktion wieder auftaucht, um in der Wirklichkeit zu verschwinden: Ina Henkel (1999 – 2005). Biografien

Zwischenkapitel: in dem der Autor einige Bilder zur Kriminalliteratur aufhängt, Astrid Paprotta darin unterbringt, sowie flüchtige Hinweise auf die teils reizende, teils fragwürdige, teils langweilige, teils im vorausschauenden Hirntod delirierende Gesellschaft gibt, der sie in diesen Bildern ausgesetzt ist. Mit besonderer Berücksichtigung von Edgar Poe: Bilder eines Genres

Kapitel zwei: in dem der Verfasser dieser Abhandlung der werten Leserschaft als um reines Unterhaltenwerden bettelnder Krimikonsument entgegenkommt und die vier Romane auf ihre Genretüchtigkeit überprüft. Schreibt Astrid Paprotta spannende Krimis? Befriedigt sie profane Unterhaltungsbedürfnisse? Kann man sie also auch mit Gewinn lesen, wenn der Kopf weitgehend in den Standby-Modus geschaltet wurde?: Agatha Paprotta

Kapitel drei: in dem vier Spiegelkabinette errichtet werden, das uns über den Zusammenhang von Spiegelungen und Wirklichkeiten aufklärt, zeigt, wie trügerisch es ist, sich selbst zu sehen, dass sich zu sehen nicht sich zu erkennen bedeuten muss und warum das Personal in Romanen nicht greifbar werden darf: Fremd – trügerisch – falsch – anders: Perspektiven

Kapitel vier: in dem eine Wirklichkeit auf die andere trifft und beide gut miteinander auskommen, weil sie nur eine Wirklichkeit sind. Und was das mit Kriminalliteratur zu tun hat: Hilfe! Wirklichkeit!

Letzte Worte: deren Aufgabe es sein soll, Astrid Paprottas Romane abschließend an die Messlatte der „literarischen Landschaftsgärtner“ zu stellen, die auch die dritte Dimension kultivieren, und zu zeigen, warum Kriminalromane es naturgemäß schwerer haben, sich das literarische Erbe zu Nutzen zu machen: Die Elixiere der Landschaftsgärtner

Zugabe: die sich einem Buch widmet, das Astrid Paprotta gerne geschrieben hätte, aber natürlich nicht geschrieben hat, aber geschrieben haben könnte: Die Blaupause

Schöne Beigabe: in der sich der Gegenstand dieser Untersuchung den Fragen des Untersuchers stellt, dessen Unterstellung, sie schreibe wie eine Rugby-Spielerin, aber entsetzt von sich weist: „Da steckste nicht drin.“ Ein Gespräch mit Astrid Paprotta

Thomas Przybilka: gründete 1989 das Bonner Krimiarchiv (Sekundärliteratur) BoKaS, in dessen Katakomben seither so ziemlich alles lagert, was über Krimis national wie international geschrieben wurde. Der gelernte Buchhändler teilt seine Schätze gerne mit anderen und hat auch eine Mappe mit Informationen zu: Astrid Paprotta. Auswahlbibliographie der Sekundärliteratur

Und wann erscheint nun dieses Prachtstück? As soon as possible! Preis steht noch nicht fest, die Welt wirds nicht kosten, wer warten will, bis das Büchlein auf dem Markt ist, soll es tun, wer vorbestellen will, soll es auch tun. Hier. Der Autor leitet die Bestellungen an den Verlag weiter und verschickt eigenhändig ein kleines Dankeschön an seine Vorbesteller. So soll es sein.

dpr

15. November 2006

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