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• Else: Déja-vu!
Neulich in Hamburg ...
Sage ich: "Musst du unbedingt Comic Sans verwenden?"
Sagt Jonas (mei
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• Ludger: Damit bist Du ja nicht allein. Aber okay, für einen 1-Euro-Krimi muss ich es wohl ertragen.
*rafft
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• dpr: Ich liebe comic sans. Weil da Herr M. immer vom Stuhl fällt.
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• Ludger: Comic Sans. Ich fasse es nicht!
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• Peter J. Kraus: Lieber dpr, ohne dich läge das Ding noch immer in der Schublade und Conte hätte einen amerikanischen
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• dpr: Ja, stimmt. Ein desillusionierender Nachlass. Aber so ist das nun mal im Kommunikationszeitalter. Da
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• Mimi: Auf jeden Fall war dieser Charmeur Bitburger dann wohl doch der Frauenfeind, als dessen Gegenteil er
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Deutscher Krimipreis 2007
Eine Debütantin und ein Altmeister freuen sich über den →Deutschen Krimipreis 2007. Wir freuen uns mit ihnen. Andrea Maria Schenkels „Tannöd“ und Robert Littells „Die kalte Legende“ sind nach Überzeugung der DKP-Jury die besten Krimis des vergangenen Jahres, wir nicken freudig ab, umso freudiger, als es hätte schlimmer kommen können; viel schlimmer.
Hinter Schenkels schlackefreiem Kleinod hat Paulus Hochgatterers „Die Süße des Lebens“ Platz genommen, der mit Abstand erträglichste Vertreter jenes in der deutschsprachigen Kriminalliteratur des Vorjahres zu beobachtenden Minitrends eines religiösen, nicht selten lärmenden, auf jeden Fall unausstehlichen Psychologismus. Hochgatterer kriegt die Kurve, die Geschichte ist glaubwürdig, kein Meisterwerk, das nicht, aber ein mit Gewinn zu lesendes Buch. Über den Drittplatzierten in der Abteilung Deutsch, Oliver Bottinis „Im Sommer der Mörder“ erlaube ich mir, da nicht gelesen, kein Urteil.
Summa: Ein Erfolg für den Krimi jenseits des Mainstream, ein Beweis, dass wackere Verlage wie die Edition Nautilus für ihren Mut belohnt werden, nicht nur mit Preisen, sondern auch mit (relativ) hohen Auflagen. Und ein Hoffnungsschimmer. 2006 war meiner Meinung nach ein zwiespältiges Krimijahr im deutschsprachigen Bereich, insgesamt ein Rückschritt, sprachlich wie thematisch. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und halten „Tannöd“ hoch.
International wäre etwas anderes als der Triumph Robert Littells ein Skandal gewesen. Das überragende Buch des Jahres, tatsächlich ein Meisterwerk. Pete Dexters „Train“ auf Rang 2 ist zumindest ungewöhnlich, Leonardo Paduras „Adios Hemingway“ Beleg der These, dass schmale Krimis eine ganze Welt aufschließen können.
Wo gewonnen wird, da wird auch verloren. Einigen anderen hätte man die Erwähnung auf der Liste ebenfalls gegönnt, bei Norbert Horst angefangen (der das als Preisträger des Vorjahres aber verschmerzen kann) und bei D.B. Blettenberg oder Frank Göhre nicht aufgehört. Aber so ist das nun einmal mit den Preisen.
dpr
16. Januar 2007
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