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• Manu: Hoppla, da bin ich aber anderer Meinung! Vielleicht ist es von Vorteil, wenn man die "Hunkelerkrimis
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• dpr: Genau, Else, das ist das Stichwort: snobistisch. Comic Sans ist das Schmuddelkind unter den Schrifta
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Sage ich: "Musst du unbedingt Comic Sans verwenden?"
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• Ludger: Damit bist Du ja nicht allein. Aber okay, für einen 1-Euro-Krimi muss ich es wohl ertragen.
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• Peter J. Kraus: Lieber dpr, ohne dich läge das Ding noch immer in der Schublade und Conte hätte einen amerikanischen
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• dpr: Ja, stimmt. Ein desillusionierender Nachlass. Aber so ist das nun mal im Kommunikationszeitalter. Da
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• Mimi: Auf jeden Fall war dieser Charmeur Bitburger dann wohl doch der Frauenfeind, als dessen Gegenteil er
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Vermischtes
An wirklich großen Themen aus der bunten Welt des Krimis mangelt es in der nachösterlichen Woche. Hat Frau Schenkel abgeschrieben und wenn nicht, warum nicht? Wird Ludger Menke Deutschlands literarischer →Superblogger, erhält er die legendären Warholschen 15 Minuten Berühmtheit, die ihm allemal zustehen? Wir müssen abwarten. Und sonst? Ein Streifzug durch die Kleinigkeiten des Dies & Das.
Ah ja, da beginnen wir doch mit einer Frage an die geliebte Leserschaft. Kürzlich nämlich ist mir ein putziger alter Krimi zugelaufen, der zur Gänze aus Zeitungsberichten, Protokollen, Telegrammen, Bildmaterial u.ä. besteht. Kennt die inniggeliebte Leserschaft ähnlich konzipierte Werke der Kriminalliteratur, wo solche Sammelsurien aus Dokumenten wenigstens dominieren? Bin mal gespannt, was da zusammenkommt.
Erstmalig wollte ich gestern eine wtd-Rezension (Rainer Gross: „Grafeneck“) bei amazon.de einstellen. Was mir nicht leichtgefallen ist, aber in jüngster Zeit von einigen Repräsentanten kleinerer deutscher Verlage als „wäre hilfreich“ angeregt wurde. Nun ist es so: das „Rezensionswesen“ bei amazon.de ist, von Ausnahmen abgesehen, die Karikatur einer kritischen Beschäftigung mit Büchern. Verlage, AutorInnen resp. deren ergebener Freundeskreis lancieren unter Phantasienamen Lobeshymnen auf die eigene Produktion und Verrisse wider die Konkurrenz. Dies nachzuweisen, ist gelegentlich von erschütternder Leichtigkeit. Andererseits: Viele Besucher von amazon scheinen sich tatsächlich an den dort eingestellten „Rezensionen“ zu orientieren und finden Besprechungen à la "Dieses Buch ist ganz toll und hat eine flüssige Schreibe!" hilfreich.
Also, dachte ich mir, machst für kleine Verlage eine Ausnahme und pushst sie ein bisschen via Amazon. Gesagt, getan. Rezension kopiert, das ganze Procedere...aber sogar ich komme manchmal nicht umhin, Kleingedrucktes zu lesen, und irgendwann stieß ich, ganz am Fuß einer Seite auf dieses Sätzlein hier: „Texte werden das Alleineigentum von Amazon.de“. So. Und das wars dann. Oder besser: eben nicht. dpr-Texte sind das Alleineigentum von dpr, es sei denn, irgend jemand kauft ihm die Rechte für gutes Geld ab.
Durch zwei dicke Wälzer arbeite ich mich momentan: die derzeitige Krimi-Bestenlisten-Nummer-eins, Peter Temples „Kalter August“ und Stieg Larssons „Verdammnis“. Der eine 450 Seiten, der andere gar 750, macht schlanke 1.200 Seiten. Entgegen anderslautender Behauptungen ist „Kalter August“ sprachlich nicht so misslungen, dass er unlesbar wäre. Eine Sternstunde der Sprache ist er natürlich auch nicht. Die Schwächen des Buches liegen anderswo, im Inhaltlichen, im Kompositorischen, in der Verwendung von Versatzstücken, wie es der Kriminalroman eigentlich allemal darf, wenn es denn „der Wahrheitsfindung“ dient.
Larsson schreibt auch seinen Zweitling so, wie es schon beim Erstling zu konstatieren war: un-heim-lich redundant und penibel. „Einen Sog“ entwickelt er durchaus, aber der Leser erkauft ihn sich teuer. Aber darüber mehr, wenn ich die beiden Wälzer geschafft habe.
Noch etwas? Nö. Wochenende, Sonnenschein, Gartentor streichen. Am Montag machen wir unseren Lesern ein unmoralisches Angebot. Sollte bis dahin unser Ludger die Superblogger-Medaille errungen haben, ändern wir das Programm und schalten live zu den Krönungsfeierlichkeiten in die Hamburger AOL-Arena.
dpr
13. April 2007
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