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Alligatorersatz 080607, Morgenbeute

Die Arbeitswoche klingt aus. Die Krimikritik aber ruhet nimmer. Hier die erste Tagesausbeute der Alligatorenvertreter, mit Nachrichten aus Berlin, der Schweiz, Liechtenstein und Kanada, letztere freundlicherweise überbracht von Barbra Reinhardt, der neuen Saarbrücker Gerichtsmedizinerin - ein Superweib, eine Klassefrau! Tun Sie es ihr nach, schicken Sie uns →Ihre Links!
Begeistert ist Ulrich Noller. Nicht nur von der Tatsache, dass er jetzt endlich seinen Vornamen in „Krimijahrbuch“ ändern darf, sondern mehr noch von James Crumleys „Land der Lügen“.
„Solch eine kurvenreiche, stimmungswechselnde, sich immer weiter in Richtung Wahnsinn windende, im besten Sinne phantastische Geschichte gab es lange nicht mehr zu lesen.“
Und wenn Krimijahrbuch Noller schon mal dermaßen am Loben ist, kann man ihn kaum stoppen. Also heißt es über Matti Rönkäs „Der Grenzgänger“:
„Ein kleiner, kluger, geradliniger Roman also, in dem viel, sehr viel Gewichtiges und Bedenkenswertes eingewoben ist.“
Für weitere Euphorismen hat dann aber die Sendezeit beim „Funkhaus Europa“ nicht mehr gereicht, auf dessen →Webseite Sie die beiden Rezensionen nachlesen können.
Unbegrenzt senden kann dafür neuerdings Axel „Blogbesitzer“ Bussmer. Und er tut es. Heute mit einer kommentierten →Vorschau der Krimineuerscheinungen bei Goldmann Taschenbuch und Blanvalet, weitere werden folgen.
Seit Wochen schon geistert Chef Walter durch die eidgenössische Presselandschaft. Kein Mensch weiß eigentlich so genau, was er da zu finden hofft. Aber er findet! Das sind eben Chefqualitäten! „Wusstet ihr eigentlich“, beginnt er das heutige Redaktionstreffen, „dass im Zürcher Unterländer Die Tageszeitung für das Zürcher Unterland und amtliches Publikationsorgan der Bezirke Bülach und Dielsdorf Patrick Lennons →‚Der Tod einer Strohpuppe’ besprochen wird? Und dass der Rezensent, die Rezensentin – er oder sie hört auf die aparte Abkürzung ‚sic’ - diese seine, ihre Rezension mit der Warnung ‚Achtung, Suchtpotential!’ beschließt?“ Wir wussten es natürlich nicht, wundern uns aber doch, dass in der Schweiz nicht nur Geld süchtig macht, sondern neuerdings auch Kriminalliteratur.
Irgendwie ist Chef Walter bei seinen Schweizer Wanderungen dann wohl doch etwas neben die Spur geraten und hat sich nach Liechtenstein verirrt, zu dem ja schon die Altscherzbolde von Insterburg & Co rieten: „Wanderer, kommst du nach Liechtenstein, tritt nicht daneben, tritt mitten hinein!“. Und was Chef Walter im →„Liechtensteiner Vaterland“ entdeckt hat, ist fürwahr ein Volltreffer! Erfahren wir doch endlich, wie die Fürstentümler ihre lauen Sommerabende verbringen: Sie inszenieren Wolf-Haas-Krimis!
"Christoph Dostal brachte vergangenen Dienstag «Wie die Tiere», nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Wolf Haas, auf die TaK-Bühne und lockte damit vorwiegend junges Publikum ins Theater. Wunder ist das keines: Zum einen sind Wolf Haas' Kriminalromane Kult. Zum anderen heisst es, der 35jährige Dostal sehe aus wie Pierce Brosnan als 007. Stimmt aber nicht! Christoph Dostal ist sogar noch fescher! Und wenn einer fescher ist als James Bond, drängt es sich wohl auf, dass er Detektiv spielen möchte.“
Und wir Kulturbanausen mühen uns seit 200 Jahren mit Schiller ab.
Und noch eine gute Nachricht. Barbra Reinhardt, die neue Saarbrücker Gerichtsmedizinerin, ist endlich aus Französisch-Kanada eingetroffen! Und hat natürlich sogleich ihren Hinternet-Antrittsbesuch absolviert. Ein Rasse-Weib! Eine Voll-Frau! Und, man staune, intelligent! Mit solchen Frauen hatten wir es in der Redaktion bislang selten zu tun, und als Krönung erzählt uns Barbra auch noch, dass in der vergangenen Nacht die diesjährigen „Arthur Ellis Awards“ vergeben worden sind! Und nennt uns sogar den Link für die →Homepage! – Leider finden sich dort zur Stunde nur die Nominierten, nicht aber die Sieger. In Kanada schlafen sie halt noch. Sobald die Seite aktualisiert worden ist, werden wir noch einmal darauf hinweisen. Bis dahin begeben wir uns mit Fräulein Barbra auf einen ausgedehnten Rundgang durch das Hinternet-Building. Unsere ukrainischen Zwangspraktikantinnen haben wir vorsichtshalber nach Hause geschickt...
8. Juni 2007
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