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Eine arbeitsreiche Woche...
neigt sich ihrem Ende zu und hebt ihr Schlangenhaupt in ein nicht minder arbeitsreiches Wochenende. Doch, war schon einiges los hier: Plagiate, Hackerattacken, Lobeshymnen, Ersatzbeschäftigungen. Und seit Tagen grübele ich über einer mysteriösen Fotografie, aus der man angeblich das Wesen des Kriminalromans lesen kann...
Am Montag wurde die entsetzte Leserschaft Zeugin einer erneuten heimtückischen Attacke auf die Freiheit der Kunst. Aus dem schon jetzt legendären Fortsetzungskrimi „Wickius und die Händler des Todes“ wird dreist Personal geklaut und in andere, nie und nimmer legendäre „Krimis“ verpflanzt. Und das Ganze erscheint dann, welch Oberdreistigkeit, ebenfalls auf diesem Blog! Wir sind machtlos. Zwar löschen wir die Kolportage einer gewissen „Anobella“ (steht nicht im Telefonbuch), doch fünf Sekunden später ist sie wieder da! Mit der Internetsicherheit ist es nicht weit her.
Diese neue Form des Plagiats stellt die alte in den Schatten, zu der sich Andrea Maria Schenkel äußerte. Nein, schreibt sie, die tatsächlichen Morde, die ihren dichterischen zugrunde liegen, seien ihr recht eigentlich schnurzegal. Recht hat sie. So kann man das sehen, das ist Literatur, kein katholisches Hochamt am Sonntag.
Am Mittwoch veröffentlichten wir den in Richtung dpr zielenden Drohbrief eines anonymen Lesers, die bevorstehende Rezension des neuen Paprotta-Krimis betreffend. Am Donnerstag bestätigte dpr auf beeindruckende Art und Weise, dass er sich dem Druck der Straße nicht beugt. Er besprach das Buch sehr wohlwollend und freut sich auch weiterhin auf die Pralinengeschenke aus Frankfurt, aber bitte nicht mehr diese „Edle Tropfen in Nuss“, die verursachen ihm Sodbrennen.
Am heutigen Freitag sollte hier eigentlich die dritte Stunde der neuen Crime School über die Bühne gehen. Wo kommt er eigentlich her, der Krimi? Doch bevor sich dpr Gedanken über das Herkommen machen konnte, machte der Alligator, dass er wegkam – in den Urlaub nämlich, drei Wochen, wohlverdient, d.h. wohl verdient von den armen Autoren des NordPark Verlags, die ihrerseits mit Einsachtzig Honorar sehen können, wie sie ihr täglich Brot bezahlen.
Neue Arbeit also auch hier. Die Leser wurden eingespannt – sollen auch mal was arbeiten!, aber die ganze Verwaltung bleibt natürlich an dpr hängen. Tja, und dann wäre da noch dieses mysteriöse Bild. Es erreichte die Redaktion mit dem lapidaren Kommentar, DAS solle sich dieser Crime Schoollehrer mal angucken, DAS sei doch wohl die Wiege des Krimis. Oder so ähnlich.
Und genau das wird dpr am Wochenende tun. Umgeben von den ukrainischen Zwangspraktikantinnen im wtd-eigenen Whirlpool sitzen und auf das Foto starren, das eigentlich ein Gemälde ist und dpr irgendwie bekannt vorkommt, obwohl er keinen blassen Schimmer von Kunst hat. Ah ja, hier ist das Bild übrigens:

1. Juni 2007
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