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KJB 2008 - Stand der Dinge
As usual: Auch 2008 gibt es ein Krimijahrbuch. NOT as usual: ein paar Neuerungen zur Steigerung von Absatz und Qualität.
Bisher: Die 2006 und 2007 erschienenen KJB hatten rund 320 resp. 340 Seiten. Preis: 20 €.
2008: Das Buch wird etwas abgespeckt erscheinen (ca. 220 Seiten) und dafür entsprechend weniger kosten (wieviel? Fragen Sie den Verleger). Wir wollen einfach mal ausprobieren, ob über einen etwas niedrigeren Preis die Absatzzahlen gesteigert werden können.
Bisher: Jeweils eine Abteilung "Rezensionen zu Einzelwerken" bei den deutschsprachigen und den restweltlichen Krimis. Dazu launige Stammtischrunden.
2008: Keine Rezensionen zu Einzelwerken mehr. Keine Stammtischrunden mehr. Letztere haben zwar Spaß gemacht, aber man soll so etwas nicht überstrapazieren. Auf die Rezensionen, die in der Regel Zweitverwertungen von in der Regel im Internet publizierten Texten waren, verzichten wir genau deshalb: WEIL sie Zweitverwertungen sind und WEIL man sie digital abrufen kann. Schön, sie zwischen zwei Buchdeckeln versammelt zu sehen, hatte auch seine Vorteile. Es scheint uns aber wichtiger, anstelle der doch willkürlichen und begrenzten Auswahl an Einzelbesprechungen ausführlichere Übersichtsartikel anzubieten, die auch die Möglichkeit thematischer Klammern lassen. Neu sind zudem die "Länderspecials". Artikel zur österreichischen, dänischen, finnischen, französischen und afrikanischen Kriminalliteratur des Jahres. Ebenfalls mit der Möglichkeit thematischer Schwerpunkte.
Bisher: ein Schwerpunktthema.
2008: möglicherweise zwei Schwerpunktthemen. Über das zweite brüten wir noch, das erste steht aber fest: alte Krimis. Nein, nein, nicht einfach nur "alte Krimis". Sondern die Unterschiede zwischen historischen und lediglich historisierenden Krimis (letztere ganz gewiss ein ungebrochener Trend), aber auch die traurige Tatsache, dass im Zeichen einer "schlanken Lagerhaltung" und schneller Verramschung viele Krimis schon nach kurzer Zeit nur antiquarisch zu erhalten sind, mithin "alt" (man denke in Deutschland an Pieke Biermann und international an Derek Raymond - nur noch als Altpapier zu teilweise unverschämt exorbitanten Preisen erhältlich). Artikel zu Mirko Schädels "Museum für alte Krimis", zum Kriminalroman im Dritten Reich etc. runden das Thema ab.
Was bleibt. Eine Menge, natürlich: großer Film- und Fernsehteil, Aufsätze der eher allgemeinen Art, ein Rekurs auf die "Ereignisse des Jahres" (Plagiate, Herausgeberrückzüge...). Und mehr und mehr und mehr.
Ach ja: Neu ist auch, dass man das KJB zum Vorzugspreis abonnieren kann (geschätzte 4 bis 5 € billiger als beim Normalbezug). Registrierung genügt. Schicken Sie mir eine kurze Mail mit Bezugsadresse und explizit geäußertem Abowunsch, ich leite das dann an den Verleger weiter. Wenn der endlich mal aus dem Urlaub zurück ist...)
dpr
7. September 2007
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