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• Kle: PS: "Leicht ironisch" finde ich leicht untertrieben. Ironisch kann man die Sprache letztlich auch ni
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• dpr: Nun, der bei Malet ja auch typische leicht ironische Tonfall fehlt bei Pecherot. Was aber kein Nacht
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• Kle: Ist die Sprache denn auch nachempfunden? Als ich den ersten Malet in Händen hielt, hat mich an viele
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• Georg: Beschwer ich mich? Hab doch selber schuld und bin gestraft genug! Wo bleibt das Schmerzensgeld? ;-)
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• Schorsch: Dafür wurde ich aber auch gleich mit zwei Blindgängern bestraft. - Gestern abend hab ich mich am all
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• dpr: Hallo? Ich weiss nicht wo du wohnst - Zentralsibirien? Bei uns jedenfalls war die Witterung durchaus
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Richard Aleas: Songs of Innocence

John Blake ist ehemaliger Privatdetektiv und trägt eine schwere Last mit sich. Er fühlt sich schuldig am Tod seiner damaligen Freundin und an der schweren Verletzung einer guten Bekannten. Er hat sich zurückgezogen an die Uni. Dort arbeitet er ein bisschen in der Verwaltung und studiert ein wenig. Bei einem „creative writing“ - Seminar lernt er Dorothy Burke kennen. Es entwickelt sich eine freundschaftliche Beziehung, man findet Vertrauen zueinander, tauscht sich aus und bespricht die Texte fürs Seminar.
Dorothy Burkes Leiche wird gefunden, alles deutet auf Selbstmord ... allein John Blake glaubt's nicht. Zu gut kannte er Dorothy Burke, zu sehr vertraut er der Absprache zwischen Ihnen beiden, dass keiner einfach so Selbstmord begeht, ohne den Anderen vorher zu konsultieren. Er fühlt sich verpflichtet und macht sich also auf, den Täter zu finden.
Dorothy war „tantric Masseuse“ und John Blake taucht in eine Welt, die er sich so nicht vorstellen konnte. Die Salons New Yorks werden mittlerweile von Ardo beherrscht, und wer seinen Laden nicht freiwillig abgeben möchte, bekommt (Rat)schläge. Erst kürzlich hatte es eine Kollegin Dorothys erwischt, die früher bei Ardo fest angestellt war und sich dann selbstständig machte und dabei Kunden mitnahm.
„Songs of Innocence“ ist ein dunkles und finsteres Leseabenteuer. John Blake wird festgehalten, mit Waffen bedroht und als die Polizei eine Leiche in seiner Wohnung findet, muss er sich auf die Flucht begeben. Seine Lage scheint ausweglos; alle Indizien, über die die Polizei verfügt, weisen in seine Richtung, er ist nahezu abgebrannt wie eine Kirchenmaus und wandert durchs nächtliche New York mit Killern im Nacken. Richard Aleas führt die Story an der kurzen Leine, da kommt Schlag auf Schlag und immer tiefer treibt es John Blake dem scheinbar unausweichlichen Abgrund entgegen.
Ein Buch also für Freunde klassischer noir-Geschichten. Sachdienlich vorgetragen, spannend erzählt und der New Yorker Szenerie noch einige neue Seiten abgewinnend. So ganz nebenbei und unterschwellig ist es aber auch ein Buch, das den Leser den Wandel New Yorks vor Augen führt – zum Beispiel wenn er mit wenigen Worten über das deutsche Viertel der Stadt erzählt.
Dr. Bernd Kochanowski
Richard Aleas: Songs of Innocence. Hard Case Crime 2007. 256 Seiten. 5,99 € (noch keine deutsche Übersetzung)
6. November 2007
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