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Uta-Maria Heim: Wespennest
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Freitagskommentar

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mir das momentane "Tannöd"-Geplänkel auf den Geist… nein, den erwähnen wir in diesem Zusammenhang lieber nicht – auf den Sack geht. Da wird die Einsetzung einer Wörterpolizei indirekt angeregt, deren Aufgabe es dann wäre, nach identischen Adjektiven oder Bildern zu suchen, da feiert aber auch der Standesdünkel fröhliche Urständ, ist von "gewissen Gestaltungshöhen" die Rede, welche ein "Werk" erreichen müsse, um nicht der "Gemeinfreiheit" anheim zu fallen, die nichts anderes mehr ist als eine Umschreibung von "Schund" oder "Kolportage". Kein Wunder also, dass "Soll die Kolportage siegen?" getitelt wird, worauf man nur mit einem kräftigen "JA!" antworten kann. Wo leben wir? Vor allem aber: wann? Ende 19. Jahrhundert, und die Welt ist eine Gelehrtenstube, aber in die Gelehrtenstuben hat die Welt noch nicht Einzug gehalten? Meine Fresse, was für eine unterirdische Diskussion. Keine Verlinkungen an dieser Stelle, Schluss.

dpr

22. Februar 2008

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