CD-Kritik Zur Startseite

Zufallsgrafik von R. Wünsch

Blog

News & Texte & Kolumnen

Historischer Kalender

Aktuell 13578Einträge

Galerie

Zeichnungen & Fotos

Archiv

Altlasten aus 15 Jahren


 Mit Feed-Reader abonnieren

Hinternet durchsuchen:


Monatsarchive:


Rubriken

Die aktuellsten Kommentare

• Kle: ich frage mich, ob es sie wirklich gibt. Wahrscheinlich nicht. (mehr...)
• Astrid und Anne: * schlagen zu (mehr...)
• anobella: *greift nach ihrem Baseballschläger (mehr...)
• Kle: PS: "Leicht ironisch" finde ich leicht untertrieben. Ironisch kann man die Sprache letztlich auch ni (mehr...)
• Kle: Danke, die Ironie schien mir damals zuerst raubeinig. „Ich traf den Fettsack am zweiten Kinn von unt (mehr...)
• dpr: Nun, der bei Malet ja auch typische leicht ironische Tonfall fehlt bei Pecherot. Was aber kein Nacht (mehr...)
• Kle: Ist die Sprache denn auch nachempfunden? Als ich den ersten Malet in Händen hielt, hat mich an viele (mehr...)
• Georg: Beschwer ich mich? Hab doch selber schuld und bin gestraft genug! Wo bleibt das Schmerzensgeld? ;-) (mehr...)
• Jochen: Lieber Schorsch, die Blindgänger hast du dir doch selbst ausgesucht. Und das mit dem Abwasch (oder s (mehr...)
• Johannes: Zentralbayern!Ca. 11°11` östl. Länge,47°59`nördl. Breite und 700 m hoch um genau zusein.5 m Schnee u (mehr...)


Tocotronic

Kapitulation - Live

Universal

Als Dirk von Lowtzow das Konzert wie ein in die Jahre gekommener Entertainer mit "Hallo Hamburg, wunderschön wieder hier zu sein und mit euch den Abend zu verbringen" eröffnet, ertönt deutlich vernehmbar der Zwischenruf "Lüge" aus dem Publikum. Diese Szene beschreibt recht gut die Nische aus Selbstironie und Ernsthaftigkeit, in der sich Tocotronic eingenistet haben.

Kurz gesagt machen sie mit ihrem ersten 'richtigen' Live-Album absolut gar nichts falsch. Fast alle Songs von "Kapitulation" kommen zum Zug und werden mit Klassikern wie "Freiburg" abgeschmeckt. Der Sound ist ungeschliffen, als wäre der Auftritt vor rund fünfzehn Jahren mitgeschnitten worden und der 'neue' Gitarrist Rick McPhail macht mit seinem ruppigen Spiel einen so großartigen Job, dass man ihm permanent auf die Schulter klopfen will. Allein die singende Gitarre in "Imitationen" lohnt schon die Anschaffung der Platte.

Selbst wer sein Hirn für die Texte von Dirk von Lowtzow nicht einschalten möchte, hört hier eine Band, die so unverschämt locker spielt, dass niemand ernsthaft von Diskurs-Pop oder ähnlichem faseln kann. Es ringt mir gleichermaßen Ver- und Bewunderung ab, wie wichtig Tocotronic noch immer sind.

(dmm)

11. Februar 2008

Link: www.tocotronic.de

* * *

Weblog-Index
← Dr. Zapp: Kinski, übernehmen Sie!
→ Watching the detectives: Tana French: In the Woods