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• Mimi: Auf jeden Fall war dieser Charmeur Bitburger dann wohl doch der Frauenfeind, als dessen Gegenteil er (mehr...)


Böser Verdacht

Ich mag Frauen. Sie sind anders. Nicht so langweilig wie Männer. Riechen besser. Meistens. Können auch mal zuhören. Sind sensibler. - Also: Ich liebe Frauen. Nur: Warum bringe ich sie dann um?

Weil sie nicht rechnen können? Einmal im Monat schlecht drauf sind? - Kaum. Aber es ist so. In "Menschenfreunde" stirbt - eine Frau. Auch in den drei stilistisch und dramaturgisch höchst unterschiedlichen Konzepten für den Nachfolgeroman muss jeweils eine Frau dran glauben. Ich bin entsetzt.

Auch wenn "Menschenfreunde" ein Frauenkrimi ist und von den besseren der Kritiker auch als solcher erkannt werden wird. Ist das vielleicht genetisch bedingt? Beherbergen Männer in sich einen unterschwelligen Hass auf diese seltsamen Wesen, die sie neun Monate lang in Gefangenschaft gehalten haben? Nein. Auch weibliche Autoren lassen nicht selten Frauen über die Klinge springen. Und das Gros der Krimileser sind Krimileserinnen, denen es anscheinend wurst ist, ob ihre Geschlechtsgenossinnen abgemurkst werden.

Hat schon mal jemand untersucht, ob in der Geschichte der Kriminalliteratur mehr Frauen als Männer getötet wurden? Wäre interessant. Und eine schöne Fleißarbeit, die, ginge es nach mir, sofort mit einem Doktorhut belohnt werden würde. Also: Freiwillige vor. Denn es interessiert mich aus persönlichen Gründen. Wo ich doch Frauen so mag.

dpr

11. Juli 2008

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