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Pieke raucht schwarz

pieke.gif

Rauchen schadet Ihrer Gesundheit. Und der des Staates, dem durch sogenannte "Schmuggelzigaretten" Millionen an Steuereinnahmen entgehen. Also: Hören Sie auf zu rauchen, damit der Staat vollständig pleite wird. Oder rauchen Sie wie die Schlote - aber nur die legalen Glimmstengel, auf dass Sie selbst pleite werden. Wie der Handel mit Schmuggelkippen funktioniert, das weiß keine besser als Pieke Biermann, und sie erzählt es uns in "Steuern per Tabaksonde", der neuesten Kriminalreportage, die man am Freitag, 29. August 2008 im RBB-Inforadio 93,1 um 10:27 und 13:27 Uhr hören und am Sonnabend, 30. August 2008 in DER TAGESSPIEGEL lesen kann. Oder beides, wenn man den Ort findet, an dem aus dem Mauszeiger ein Mausfingerchen wird. Und viele, viele Kriminalreportagen von P. B. kann man lesen, wenn man über den →"Asphalt unter Berlin" flaniert.

Nach “Schwarzarbeit” in Bau- und Gastrobranche, nach Produktpiraterie und illegal eingeführten Tieren und Waren geht es noch einmal um ein Delikt, für das der Zoll zuständig ist und das der liberale Bürger eher nonchalant-mokant belächelt: den Verkauf “steuerfreier” Schmuggelzigaretten.
Der Großraum Berlin ist Hauptumschlagplatz. Das Geschäft ist fest in vietnamesischer Hand und wird vor allem in den Ostbezirken und im “Speckgürtel” abgewickelt. 250-450 mehr oder weniger fest besetzte Plätze kennen die Leute von der MKG, der Mobilen Kontrollgruppe des Hauptzollamts Berlin.
Der Verkauf ist kleinteilig organisiert, einzelne Straßenhändler, zumeist geschleuste Vietnamesen, arbeiten damit ihre “Schleusungsgebühren” ab. In ebenso mühevoller Kleinarbeit kontrolliert die MKG Händler wie Käufer und beschlagnahmt den Stoff, den sie aus den Verstecken holt: Zum Beispiel mit der “Tabaksonde”, einem abgewetzten Riesenschraubzieher, mit dem man in Brachgelände und Vorgärten “Erdbunker” erstochern kann.
Mafiös gesehen ist das Geschäft mit Zigaretten heute schon einträglicher als das mit harten Drogen. Sehr vorsichtig geschätzt liegt der Umsatz bei rund 20 Millionen Euro pro Jahr allein im Großraum Berlin. Geld, das nach Erkenntnissen von OK-Experten direkt in die Organisierte Kriminalität zurückfließt.
Abgesehen von den Einnahmen, die den Steuerkassen entgehen, den Folgen für die Arbeitsplätze in der legalen Tabakindustrie und dem Ruin, in den der kleine Tabakhändler nebenan getrieben wird...

28. August 2008

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