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DIE GLORREICHEN SIEBEN:
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John Harvey: Tiefer Schnitt
Uta-Maria Heim: Wespennest
Christian Pernath: Ein Morgen wie jeder andere
Vamba Sherif: Geheimauftrag in Wologizi
Andrea Maria Schenkel: Bunker
Rex Miller: Im Blutrausch
Monika Geier: Die Herzen aller Mädchen

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• Kle: ach. Dann hat ja das Gratisangebot ab morgen auch keinen Sinn mehr, wäre schofelig danach zu fragen, (mehr...)
• Ria: Auch wenn du nächstes Jahr die Krimikritik-Diktatorenschaft nicht an dich reißen kannst, weil da der (mehr...)
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• Peter J. Kraus: Egal, was Rowohlt mag oder nicht mag: ich erkläre hiermit meine Titelabbildungen zu beliebig verwend (mehr...)
• Ria: Aber die Frage war doch, was musst du tun, um als Krimiautor mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Mag sc (mehr...)
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• Ria: Wir machen Folgendes: Ein Buch, in dem wir messerscharf nachweisen, dass die Feuilletonisten uns gei (mehr...)


Die politisch korrekten Krimi-12

Während sich die Kollegen →Bernd K. und →Thomas K. in England einschneien lassen, um quasi isoliert von den Niederungen des Daseins selbstversunken in der Faszination Krimi zu schwelgen, während sie dabei politisch völlig unkorrekt (kaum Frauen, kaum deutschsprachige AutorInnen - Feme, was zögerst du?!) zu Werke gehen, wandelt wtd auf anderen, löblicheren Wegen.

Die folgende Liste ist politisch vierfach korrekt. Sie berücksichtigt ausschließlich Titel mit politisch-gesellschaftlicher Relevanz, stellt sechs deutschsprachige neben sechs fremdsprachige Titel, nennt jeweils sechs Werke noch lebender resp. bereits verstorbener AutorInnen und hält sich natürlich strikt an die Frauenquote (d.h. mehr noch: da die Frauen weltweit in der Überzahl sind, erhalten sie in Person von Maj Sjöwall noch einen halben Männerplatz). Die genannten Titel dienen als Eckpfeiler für die realitätstaugliche, gesellschaftskritische Dimension des Genres.

Voilà, die Liste, alphabetisch geordnet und knapp kommentiert:


Margery Allingham: Tödliche Fracht
(die einzige der Golden Agers, die einen wachen Blick für die Realien hatte)

Pieke Biermann: Vier, Fünf, Sechs
(sorry, ich hab wirklich versucht, Pieke nicht zu erwähnen; ist aber nicht gelungen. Man hätte auch ein, zwei, drei andere ihrer Romane nennen können.)

Didier Daeninckx: Bei Erinnerung Mord
(politisch, parteiisch, anarchisch, erhellend: vive le Noir!)

Friedrich Glauser: Matto regiert
(die Gesellschaftsdummheit aus der Perspektive der Kleinen, der Verlierer)

Uta-Maria Heim: Das Rattenprinzip / Wespennest
(stark schon das Debüt von 1991, 2009 im "Wespennest" werden seine provinzpossigen Enden global verknüpft, ohne die Imagination zu strangulieren)

Emilie Heinrichs: Leibrenten
(dito; außerdem: blankes product placement)

Fernando Molica: Krieg in Mirandão
(Verbrechen als Kollateralschaden der Armut)

Sara Paretski: Blacklist
(sehr konkret, sehr tough, sehr amerikanisch)

Helga Riedel: Einer muss tot
(zeigt, was aus dem Soziokrimi hätte werden können)

Sjöwall / Wahlöö: Die Terroristen
(kein Kommentar; die Klassiker schlechthin)

J.D.H. Temme: Der Studentenmord in Zürich
(true crime aus dem 19. Jahrhundert, ein Blick in die Schweizer Emigrantenszene und ihren Intrigantenstadel)

Ross Thomas: Am Rand der Welt
(kultivierter, ironischer und gnadenloser hat keiner die Mechanismen der Macht beschrieben)

dpr

27. Februar 2009

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