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Aua

Mit einer gewissen Art von Humor setzt man sich hierzulande immer in die Nesseln. Kein Wunder in einer Gesellschaft, die sich allen Ernstes – und natürlich todernst – über den Unterschied zwischen Witz, Komik und Humor streitet. So musste meine kleine fiese Geschichte über Frauenfußball und Frauenkrimi die Gemüter naturgemäß erregen, nicht hier, leider, aber bei Facebook, sei es öffentlich oder eher diskret in „privaten Mitteilungen“. In Ordnung, ist ja ein heikles Thema, Frauen und Krimi, die angebliche Benachteiligung der Frauen etc., wissen wir, wird immer wieder hochgekocht, →aktuell von der geschätzten Zoe Beck aka Henrike Heiland.

Und, wtd-Leser wissen auch dies, ich halte das alles für eine völlig überflüssige Diskussion. Die eigentlichen Überlegungen müssten einen anderen Unterschied fokussieren, den zwischen „verkäuflicher“ und „nicht so gut verkäuflicher“ Kriminalliteratur, um nicht die Begriffe „Mainstream“ und „Avantgarde“ zu missbrauchen, denn das wäre wieder eine andere Baustelle. Nur: Was Verkäuflichkeit anbetrifft, können sich Autorinnen kaum beschweren (wenn sie zu den verkäuflichen gehören...), siehe Neuhaus, Falk, Profijt et al. Und auch die eher „unverkäuflichen“, diejenigen jenseits der Bestsellerlisten werden, was die kritische Begleitung anbetrifft, doch sehr gut bedient, siehe Lehmann, Geier, Beck et al. Also wo ist das Problem? In die Bestsellerlisten UND gute Kritiken? Tja, wäre jeder drüber froh, auch so mancher männliche Schreiber (der Blogger eingeschlossen), aber wir müssen uns nun einmal mit der Trennung vom Verkäuflichen und weniger Verkäuflichen abfinden, das heißt, müssen wir natürlich nicht, aber das ist nun kein Emanzipations-, sondern ein schlichtes Geschmacksding. War schon immer so. Charlotte Link, Petra Hammesfahr und andere verkauften, Pieke Biermann und Astrid Paprotta wurden euphorisch gefeiert. Man kann auch Männernamen einsetzen, passt ebenfalls.

Zufälligerweise geht es um diesen „Krieg“ zwischen den ungleichen Kontrahenten „Spaß- und Ernstleser“ auch in meiner neuen Krimicouch-Kolumne, die heute, morgen oder übermorgen verfügbar sein dürfte (Link wird dann hier nachgereicht).

Also, meine Damen, stellen wir das klar: Ich MAG Frauenfußball. Ich MAG Krimis, die von Frauen geschrieben werden. Vor allem aber mag ich Fußball (in Maßen) und Krimis (auch nicht immer). Nennt mich einen Chauvinisten, dann nenne ich euch leicht phantasielos. Aber mit der Streitkultur ist es halt wie mit der Krimikultur: Bieder währt am längsten.

dpr

11. Juli 2011

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