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09-03-2010

Ich-Krimi

"Es gibt kein Ich. Was wir dafür halten, ist nur eine Aktivität des Gehirns und somit eine Illusion."

So jedenfalls behauptet es "ein renommierter Neurowissenschaftler" – und wird fortan von einer Person, die sich "das Ich" nennt, per Mail belästigt. In seiner Not wendet sich der Wissenschaftler an die Polizei. Ein Kommissar und eine Polizeipsychologin machen sich auf die Suche nach dem Ich...

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08-03-2010

Frauen auf der Couch

Als euer Spezialist für brisante Themen habe ich mir erlaubt, mich auf der Krimicouch länglich, aber beileibe nicht erschöpfend zu krimischreibenden Frauen auszulassen. Die Kolumne findet sich →hier, eine Rezi ist auch noch irgendwo, müsst ihr aber selber suchen (z.B. auf der Startseite der Couch). Apropos Frauen, apropos Rezis: Auch unseraller Patzerschorsch hat sich nun ein Plätzchen auf der Couch gesichert und prompt den "Krimi des Monats" besprochen. Tja, Beziehungen muss man haben...

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04-03-2010

Michael Connelly: So wahr uns Gott helfe

(Nein, im Moment hilft nicht einmal Gott der lädierten wtd-Mannschaft. Nur Anna Veronica Wutschel, unser Fels in der Brandung, tut es, was uns auch viel lieber ist. Lesen Sie hier, was sie von Michael Connelly hält.)

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03-03-2010

Verstaucht

So ist das, wenn die Frühlingssäfte gären. Ein paar vorbereitende Gartenarbeiten, eine zu schwere Leiter und eine nicht weniger schwer verstauchte rechte Hand. BITTE JETZT KEINE DRECKIGEN WITZE!!! Für diesen knappen Text brauche ich gefühlte vier Stunden und trete also die nächsten Tage ein wenig kürzer. Auf einen Bericht in der &rarr,Samstags-TAZ möchte ich dennoch verweisen, es geht um die Frage "Gibts zu viele Krimis im Fernsehen?", und wenn es wieder geht mit der Hand, schreib ich vielleicht was drüber. Jetzt lest erst mal so.

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02-03-2010

News und Neuigkeiten

Na so was. Jetzt bin ich beim →Golkonda Verlag gelandet und weiss nix davon. In dieses noch ganz junge Etablissement hat es nämlich die Funny-Crimes-Reihe verschlagen, zu der zu gehören ich die Ehre habe. Gibt auch gleich ein unmoralisch günstiges Angebot. (Danke Achim von der Couch für den Hinweis).

Und dass Herr Alligator jetzt →eine Zeitschrift herausgibt, wisst ihr ja schon längst.

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26-02-2010

Patrick Pécherot: Nebel am Montmartre

Hat die krimiliterarische Welt wirklich auf einen Roman gewartet, der nicht von Léo Malet stammt, aber uns dennoch mit den Abenteuern seines Helden Nestor Burma kommt? Wahrscheinlich nicht. Aber auf das meiste hat diese Welt nicht gewartet und dann dankbar angenommen...

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25-02-2010

Paris, Paris

Pariser Wochen. Morgen gibt es hier die Rezension zu Patrick Pécherots "Nebel am Montmartre", eine Hommage an Leo Malet. Nächste Woche dann widmen wir uns ausführlich dem neuen Roman von Pablo De Santis, "Das Rätsel von Paris". Aber neben dem Handlungsort haben beide Bücher bei allen sonstigen Unterschieden noch einiges gemeinsam. Sie sind "historische Krimis" und vermengen "Realität" und Fiktion. Während Pécherot Nestor Burma, den Protagonisten Malets, aus Zitaten und autor-biografischen Daten montiert, beschäftigt sich De Santis mit seinem großen Thema vom Streben nach Perfektion und Erkenntnis und dem darin zwangsläufig implizierten Scheitern. Und zwar, wenn ich dies nach 100 Seiten Lektüre richtig vorhersage, am Beispiel der Detektivliteratur. Aber dazu bald mehr. Und dass die Pécherot-Rezi nicht schon heute kommt, muss dem Rezensenten angelastet werden, der statt "Sperrfrist 24. Februar" konsequent "Sperrfrist 26. Februar" gelesen hat.

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23-02-2010

Fred Vargas: Der verbotene Ort (avw)

(Seit Anna Veronica Wutschel als Leiterin der Abteilung Qualitätskontrolle bei wtd tätig ist, jätet sie unermüdlich im Rezensionsweinberg des Herrn dpr. Alle vollständig misslungenen Besprechungen des Chefs müssen durch eine fachkundige austariert werden, →Fred Vargas macht den Anfang. Wurde aber auch Zeit...)

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22-02-2010

Aus einem Krimitagebuch

Wir alle kennen und lieben ihn. Ein Autor von Rang und Namen, so dass es nicht notwendig sein dürfte, letzten hier zu nennen. Mit Hilfe einiger günstiger Ereignisse ist es wtd gelungen, Zugriff auf das digitale Tagebuch des Meisters zu erhalten. Lesen Sie im folgenden erste Auszüge...

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19-02-2010

Facebook

Ey, das Internet ist ja richtig geil! Man kann sich z.B. bei Facebook anmelden und hat gleich darauf schon zwei richtig dufte Freundinnen! Dafür hab ich früher Jahre gebraucht! Also: →dpr ist jetzt bei Facebook, schaut mal, was man damit alles machen kann und lädt alle ein, mit ihm befreundet zu sein, was immer das auch heissen mag. Nee, nee, schon geil dieses Internet. Früher musste man die Mädels zum Essen einladen und so...

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17-02-2010

Ray Bradbury / Tim Hamilton: Fahrenheit 451

Ray Bradburys Klassiker "Fahrenheit 451" ist so viel Krimi wie Science Fiction, also ganz oder gar nicht. Die Geschichte der fürsorglichen Bücherverbrennung zum Schutze der Bevölkerung vor allzu großer Belästigung des Verstandes ist zeitlos und von globaler, mühelos auf sämtliche Formen der Verdummung übertragbarer Gültigkeit. Sie lebt von Bilden und Metaphern, deren schönste jenes Schlussbild der Buch-Menschen ist, in deren Erinnerung die Literatur überlebt und durch das Sich-Erinnern bewahrt bleibt.

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16-02-2010

Passt scho'

Wer schreibt die einzig wahren Geschichten? Das Leben? Nö: die Buchreklame. Beweis: nachstehende Kombination aus Wahn und Wahrheit, der treffendste Kommentar zur "Hegemann-Affaire", die ultimative Gleichung in der niederen Mathematik des Papierhandels. Mit Dank fürs Auffinden von dee-peer-ahhh! an Mrs. P. from B.

kika.jpg

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15-02-2010

Vom Stehlen

Reden wir nicht über den neuesten Literaturwundermädi-Hype, nicht über Copyright und feuilletonistische Verblasenheit. Auch nicht über Jens Lindner und den Piper-Verlag, über →Zerknirschtheit und Blamage. So tickt diese Wahnsinnsszene nun einmal, so tickte sie schon immer. Nein, reden wir über den alltäglichen Diebstahl, ohne den Literatur undenkbar wäre.

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11-02-2010

Nelson DeMille: Das Vermächtnis

Nicht nur dpr hat sich in letzter Zeit die selbige mit dicken Wälzern vertrieben. Auch Anna Veronica Wutschel begab sich auf die gewundenen Pfade eines Gesellschaftspanoramas. Und diese längere Exkursion hat ihr durchaus gefallen.

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10-02-2010

James Ellroy: Blut will fließen

Es gibt nur wenige dickleibige Bücher, die ich von der ersten bis zur letzten Seite mit der Inbrunst eines unrettbar Gefangenen lese. Irgendwann kommt der Moment der Redundanz, was kaum anders sein kann, und ich warte förmlich darauf – und auch darauf, wie es dem Autor gelingt, diesen Moment zu überwinden. "Blut will fließen", abschließender Band von James Ellroys Amerika-Trilogie (nach "Ein amerikanischer Thriller" und "Ein amerikanischer Albtraum"), gehört bei aller Kunstfertigkeit nicht zu den Büchern, bei denen ich mir nach Seite 500 noch Überraschungen erhoffe. Wobei Redundanz nichts Negatives per se sein muss. Und Ellroy selbst in der Redundanz das Gehirn des Lesers noch zu geschäftigen weiss.

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08-02-2010

Von Spannern, Mistkerlchen und anderen Autoren

Guido Westerwelle hat einen wunderbaren Krimi geschrieben (wir stellen uns das mal vor, obwohl es schwerfällt). Würden Sie deshalb in Zukunft FDP wählen? Oder, weil Ihnen der Mensch Westerwelle völlig unsympathisch ist, seinen Krimi überhaupt gar nicht lesen? Hypothetische Fragen. Aber im Kern doch solche, die unser Leseverhalten entscheidend prägen können. Denn hinter jedem Text steckt eine Person, und manchmal steckt sie im Text selbst. Was uns für gewöhnlich nicht interessiert, es sei denn, wir glauben diese Person zu kennen. James Ellroy zum Beispiel.

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07-02-2010

Fünf

Ja, peinlich. Da muss man mich auf der Krimi-Couch dran erinnern, dass heute vor fünf Jahren der erste wtd-Beitrag online gegangen ist. Tag der Freude, Tag der Trauer, ganz wie belieben. Eröffnen wir also ein Kondolenzbuch und hoffen auch Eintragungen. Wollt ihr noch fünf Jahre oder lieber doch nicht? Am Ende zähle ich aus und unterwerfe mich der Mehrheit. So, und jetzt weiter an die Arbeit, die Pulle der Witwe in Reichweite.

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04-02-2010

Schubladen auf der Couch

Tja. Anderswo hab ich inzwischen einen weiblichen Fanclub... und der liest gerade →meine neue Kolumne über den Schubladenzwang nicht nur in der Kriminalliteratur. Können wtd-Leser natürlich auch. Beides. Lesen und Mitglied im Fanclub werden...

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03-02-2010

Verdauungsprozesse

Geschafft. James Ellroys "Blut will fließen" liegt - gut gekaut ist halb verdaut - im Lesemagen und wartet auf das Wiederkäuen. Ja, blödes Bild, ich weiß. Denn was beim Verdauen unweigerlich geschieht - ist das eigentlich ein chemischer Prozess? Ich war in Bio und Chemie immer ne NIete - endet unweigerlich in Ausscheidung und als jene Scheiße, die man baut, wenn man besonders appetitlich rezensieren will.

Nun ja. Wie ich den Ellroy nun wiederkäuen werde? Ganz ehrlich: Die allenthalben bereitgestellte historische Bedeutungskrücke (amerikanische Geschichte in ihren schmutzigsten Variationen) werde ich nur benutzen, um mich in die Rezension hinein zu schleppen. Danach laufe ich hoffentlich auf eigenen Beinen. Lasst euch überraschen, ich bin auch schon ganz gespannt.

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01-02-2010

Alibis 33

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Auf die frankokanadische Krimizeitschrift ALIBIS verweisen wir immer wieder gern. Auch die aktuelle Nummer 33 kommt mit bewährter Mischung ins Haus: Kurzkrimis, Kritiken, Übersichten und zwei längere Arbeiten zum 25jährigen Jubiliäum eines besonderen "Todesspiels" sowie zu historischen Krimis, die in der griechischen, römischen und ägyptischen Antike spielen. Und wie immer empfehlenswert: der →Internetauftritt mit zahlreichen und selbstverständlich kostenlosen Informationen.

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28-01-2010

Mo Hayder: Haut

(Anna Veronica Wutschel, unsere Spezialistin für sinnstiftende literarische Selbsttherapien schreibender Frauen und gelegentlich auch Männer, hat sich durch Mo Hayders "Haut" gelesen, um unter all dem Blut und den Tränen und dem Angstschweiß das zu finden, was man von Krimis gemeinhin erwartet: ein bissel Spannung, die nicht gleich mit der dramaturgischen Pumpgun zwischen die Buchdeckel gehustet wird. Ob sie fündig wurde? Spannend...)

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27-01-2010

Neue Tendenzen der Krimikritik. Ein Tagungsbericht

Wie schon in den Vorjahren trafen sich auch in diesem Januar die Mitglieder des Verbandes deutscher Krimikritiker in Printmedien (VDK i.P.) zu einer Tagung im idyllischen Bad Boll, um neue Tendenzen ihres Gewerbes zu diskutieren.

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26-01-2010

Gesamtpaket

Wer dafür verantwortlich ist, weiß man nicht. Aber irgendwer setzt sie in die Welt, die dummdeutschen Modewörter. Früher war jedermann auf Synergieeffekte aus, dann hat man sich dreimal täglich selbst erfunden, und jetzt zählt nur noch das GESAMTPAKET.

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25-01-2010

Yrsa Sigurđardóttir: Die eisblaue Spur

"Die eisblaue Spur" ist eines jener Bücher, bei deren Lektüre man Gott auf den Knien dankt, kein Übersetzer zu sein. Man transportiert aus dem Isländischen ins Deutsche so wie man meinetwegen eine Fuhre Kartoffeln von München nach Hamburg schafft. Sich an die Verkehrsregeln halten, zügig fahren, aber wissen, dass Kartoffeln ein relativ bedürfnisloses Gut sind, dass auch schon mal einen Wackler verträgt. Ansonsten wird’s eine recht langweilige Fahrt. Und die dürfte auch Übersetzerin Tina Flecken beim Transport dieses Buches gehabt haben.

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22-01-2010

Hallo? Was mach ich hier eigentlich?

Jubiläum steht vor der Tür. Am 7. Februar 2005 gab es hier zum ersten Mal Nachrichten von den beobachteten Detektiven, nur ein gewisser Hamburger Krimiblog war schneller (Glückwunsch in die Diaspora). Keine Spur von Plan, keine Idee von Wollen und Werden. Und jetzt schau ich in die Statistik, die mir – wenn sie nicht lügt, aber irgendwie tun sie das alle – erzählt, hier seien 2288 Einträge und 8811 Kommentare geschrieben worden. Schön. Und wozu das alles?

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20-01-2010

Äh...sorry

Ja, in dieser Woche vernachlässige ich euch noch ein wenig. Wird sich aber bald ändern, die hämischen Auguren ("Hi, hi, er hat hingeworfen!") muss ich enttäuschen. Hätte da noch die kurze Rezension eines lauen Isländers, die noch kürzere eines sehr lauen Schweden, die nicht weniger kurze eines lausigen Deutschen... aber erspare ich euch. Kommt besseres nach. Bis spätestens nächste Woche oder doch früher!

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18-01-2010

Notiz: Geschwindigkeit und Landschaften

Sich an Büchern abarbeiten, Büchern wie Textmonster. Okay, ich hab auch wenig Zeit, mein Lesevolumen ist begrenzt, es graut einem fast bei dem Gedanken, wie man diese Meere durchschwimmen soll: Charles Todd ("Kalt wie Stein") mit 510 Seiten und James Ellroy ("Blut will fließen"), schicke 800.

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15-01-2010

Glauben und schreiben

"Die Underworld-USA-Trilogie gilt als Ellroys Opus Magnum, er selbst als Erfinder des Pulp-Krimis."

...und David Peace hat den Noir erfunden. Thomas Mann möglicherweisde den Bibel-Thriller und Friedrich Glauser garantiert den Itzibitziteenie-Regiokrimi. →Liebe Qualitätskrimikritikerdarsteller: Was ihr so glaubt, weil man's euch geraunt hat oder es sich in euch selbst zusammengeleimt - geschenkt. Die Gedanken sind, laut Herrn Eichendorff (Erfinder des Do-nothing-Krimis?), aber auch so was von frei. Aber schreiben? Müsst ihr das wirklich alles schreiben? "Nein!" erschallt es einkehlig aus dem wtd-Building. Und keiner erhört uns...

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Deutscher Krimipreis 2010

Diese Wette hätte ich also gewonnen. Ulrich Ritzel ("Beifang") und David Peace ("Tokio im Jahr Null") heißen →die glücklichen Gewinner des diesjährigen DKP, auch auf den Plätzen blieben die Überraschungen mit Friedrich Ani und Jörg Juretzka (national) sowie Roger Smith und Ken Bruen (trotz Harry Rowohlts witzischer Übersetzung - oder gerade deswegen?) aus.

Glückwunsch an alle Kollegen. Ritzels Buch ist, wenn man einige Plotmerkwürdigkeiten gnädig übersieht, ein akzeptabler Gewinner, Frauen sind nicht vertreten, was mir als erstes aufgefallen ist (auf Uta-Maria Heim hatte ich ein wenig gehofft, dass man Andrea Maria Schenkel ignorieren würde, war vorauszusehen). Einzige Überraschung: Heinrich Steinfest fehlt... Irgendwann werde ich vielleicht erfahren, ob ich auch wenigstens ein Pünktchen bekommen habe. Im Vorjahr hatte es ja wenigstens für Rang 6 gereicht...

dpr

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13-01-2010

Kathy Reichs: Das Grab ist erst der Anfang

(Unsere Spezialistin für forensische Mahlzeiten, an denen man sich gerne die Finger verbrennt, jubelt. Kathy Reichs hat wieder zugeschlagen! Leider so, dass man schon nach wenigen Seiten in gnädige Leseohnmacht fällt. Aber lesen Sie selbst, wie Anna Veronica Wutschel en détail urteilt...)

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11-01-2010

Jim Nisbet: Dunkler Gefährte

Nein, keine literaturtheoretischen Einlassungen an dieser Stelle. Nur das: Durch viele Texte ziehen sich mehr oder weniger offene Bedeutungsstränge, die, richtig miteinander verknüpft, so etwas wie einen Subtext, ein zusätzliches Zeichen- und Bedeutungssystem ergeben. Fast immer wird dabei mit Synekdochen gearbeitet. Ganz allgemein: Das was der Text auf seiner Oberfläche aussagt, ist auf seiner Subebene entweder eine Spezifierung oder eine Verallgemeinerung – oder beides. Wenn wir z.B. Gregor Samsa als Käfer wiederfinden, geht es nicht um die Person Gregor Samsa, es geht um den Menschen an sich in seiner Entfremdung. Habe ich das erkannt, kann ich von dieser höheren Warte des Allgemeinen wieder auf das Spezielle, vielleicht auf meine eigene Situation schließen.

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08-01-2010

Kommunikationsprobleme und Neues von der Couch

Ja, im Moment kommen wir irgendwie nicht zusammen. Ich kriege eure Mails, aber ich kann sie nicht beantworten. Mein Mailprogramm bockt. Werde, wenn ich ein Stündchen Zeit habe, entsprechend schrauben und bosseln. Bis dahin könnt ihr mich beschimpfen, ohne dass ich umgehend antworten kann. Aber wird schon.

Beschimpfen, weil es eine →neue Kolumne auf der Krimi-Couch gibt? Oder weil das von mir besprochene Buch von Angelo Petrella, "Nazi Paradise" zum Volltreffer des Monats gemacht wurde? Na, ihr findet schon einen Grund...

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07-01-2010

Synekdoche

Wieder was gelernt. Oder besser: wieder dran erinnert, was man einmal gelernt hat. In Jim Nisbets "Dunkler Gefährte" kommt der Ausdruck "Synekdoche" vor. Von "Synekdoche" spricht man, wenn ein bestimmtes Wort durch einen Unter- oder Oberbegriff ersetzt wird. ""Man versteht unter einem kleinen Teil das Ganze oder unter dem Ganzen einen Teil", soll Cicero gesagt haben, lese ich gerade. Also "Wenn du umziehst, leihe ich dir meine Hand". "Hand" wäre dann der Unterbegriff des konkreten Ausdrucks "Arbeitskraft". "Ich lege dir die Welt zu Füßen" der Oberbegriff von, sagen wir, "nächstes Mal bringe ich den Müll runter".

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05-01-2010

Schund!

"Bruno befestigte den Plan des Lohwiesenweges (...) an der weißen Metalltafel. Da es keine vier roten Magneten gab, nahm er für die untere linke Ecke einen grünen."
(Rainer Würth, "Krötenwanderung", S. 51)

Das Medium ist die Botschaft, sogar in der Kriminalliteratur. Wäre die ein Topf, er kochte permanent über, seine Belanglosigkeiten, deren Krönungsrequisit obiger grüner Magnet sein könnte, liefen als eine zähe Masse über den Rand und fielen – Tropfen für Tropfen – ins Bodenlose des Schunds. Aus einem Medium, dem honorablen Taschenbuch, in ein anderes, das eselsohrige Heftchen, aus dem Reservat deutschsprachiger Hoch-Kriminalliteratur in den archaischen Urwald deutschsprachiger Nullprosa.

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04-01-2010

Ulrich Ritzel: Beifang

Beifang. Der Fischer schippert übers Meer, das Schleppnetz sammelt ein, was sich einsammeln lässt. Eigentlich steht ihm der Sinn nur nach Heringen. Aber wenn er dann das Netz an Bord hievt, zappelt alles Mögliche in den Maschen. Jede Menge Kleinfisch, aber auch Delphine, Rochen, Haie, Autoreifen... Was er nicht braucht, wirft der Fischer zurück ins Meer, lebendig oder tot oder so gut wie tot. Eine besonders ökonomisch-ökologische Fangmethode ist das nicht.

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30-12-2009

Prosit Neujahr!

Was kümmert uns das alte Jahr, wenn das neue vor der Tür steht? Und mit ihm aktuelle Krimikost, auf die man sich schon freuen kann, James Ellroys "Blut will fließen" etwa, knappe 800 Seiten, liegt gut und schwer und schön gebunden in der Hand, oder Pablo De Santis' "Das Rätsel von Paris", was ich sofort mit Eugène Sues "Die Geheimnisse von Paris" assoziiere – mal sehen.

Und sonst? Wünsche ich allen Leserinnen und Lesern den obligatorischen guten Rutsch, einen dicken Kopf und genügend Aspirin für Neujahr. Wtd continues, dies ins Stammbuch der wtd- und dpr-Hasser, die sich auch 2009 erfreulich vermehrt haben. Und Bernd? Margit? Herr Klingenmaier? Ihr bloggt doch im neuen Jahr wieder, gelt? Derweil schauen wir Ludger interessiert bei seinen "Ermittlungen zum Verfall eines Genres" zu und setzen die Dekadenz munter fort. Also: bis 2010!

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28-12-2009

Gunnar Gunnarsson: Schwarze Vögel

Die isländische Kriminalliteratur hat sich längst im Fahrwasser des Schwedenhypes auf ihre Art skandinavisiert und globalisiert, von anderen nordischen Vertretern des Genres nur noch durch die Namensendungen und gelegentlich ein Übermaß an Eis und Schnee zu unterscheiden. Das ist schade für ein kleines Land mit einer ungewöhnlich alten und ausgeprägten Nationalliteratur. Doch auch Island hat, was Krimis anbetrifft, seine Klassiker, und der größte ist (neben den bekannt blut- und verbrechensgetränkten Geschichten der Edda) Gunnar Gunnarssons "Schwarze Vögel".

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23-12-2009

Bleibt sauber

So. Traditionsgemäß wünschen der Chef und seine Praktikantinnen ihrer treuen Leserschaft friedvolle und genüssliche Festtage. Mit guter Lektüre und verqueren Gedanken, sauft nicht zu viel, schlagt eure Frauen / Männer nur wenn's nicht anders geht, steckt die Tanne nicht in Brand, passt auf eure Plomben auf, wenn ihr in Omis Weihnachtsgebäck beißt, gewöhnt euch das Rauchen erst ab Neujahr ab, verschwendet wenigstens einen halbwegs liebevollen Gedanken an wtd, wir melden uns nach den Feiertagen wieder - und wehe, ihr seid nicht mehr da!

bye
dpr und seine Mädels mit den Kußmündern

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22-12-2009

Frank Nowatzki packt aus!

Es ist ein einziger Skandal: Kleine, dahergelaufene Verlage schnappen den Großen der Branche die besten Autoren weg! Beispiel Pulp Master. Der rührige Verlag des Berliners Frank Nowatzki hat sich allein 2009 mit Gerald Kersh, Jim Nisbet und Angelo Petrella drei Schmückstücke gesichert, hinter denen Random House und Co. her waren wie der Teufel hinter Sebastian Fitzek. Heulen und Zähneklappern in den Führungsetagen, Köpfe kopfloser Jungmanager rollen. Die Folge: Krimikrise - Sinnkrise - Wirtschaftskrise! Und der Finanzminister muss die Mehrwertsteuer für Krimis auf 30 % erhöhen, damit wenigstens der Bruttoumsatz der Großen stimmt. Was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, Herr Nowatzki? Im →großen Weihnachtsinterview des Krimikulturarchivs erzählt er es uns.

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21-12-2009

Notdienst 4

Weihnachten. Doch wir fleißigen Mädels von wtd kommen nicht zur Ruhe. Diese Verlagsvorschauen! Alles will der Chef ausgewertet haben. Vorher brauchen wir ihm gar nicht erst das Badewasser einzulassen und den Schampus zu kühlen. Sogar das nette Schreiben von Blanvalet müssen wir öffnen. Aber oh Schreck, was müssen wir da lesen?:

JEFFERY DEAVER NIMMT INTERNET-BLOGGING AUFS KORN

Natürlich in seinem neuen Roman "Allwissend", der für Februar versprochen wird. Ein Blog-Betreiber gerät "auf die Abschussliste des Täters" und es geht um die Frage, "wie schnell die Freiheiten, die es (das Internet) bietet, zur allgemeinen Bedrohung werden können." Als ob wir das nicht längst wüssten. All die Abzocker, die Geschäftlmacher, die Dummbrunzen... Hoffen wir, dass dem Chef wenigstens nichts passiert. So wie der sich hier manchmal aus dem Fenster lehnt...

Larissa und Sonja, diensthabende Zwangspraktikantinnen

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20-12-2009

Gerard Donovan: Winter in Maine

Das ist ein Roman, wie ihn uns die PR-Abteilung passend zur Jahreszeit empfiehlt. Viel Schnee, viel Kälte, viel Wildnis, viel Einsamkeit – und man selber lesend am warmen Kamin, ein Glas Rotwein in der Hand, während der Hund zu den Füßen – nein, kein Hund. Denn mit dem hört in Gerard Donovans "Winter in Maine" die Gemütlichkeit auf.

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17-12-2009

Notdienst 3

Der Chef ist sauer. Gerade Seite 108 in die Tastatur gekloppt (noch keine einzige vernünftige Sexszene! Was ist mit dem Chef los? Wird der alt? Müssen wir ihm die kleinen blauen Pillen untern Weihnachtsbaum legen?) und dann zur Entspannung die Alligatorpapiere gecheckt und →das da gelesen:

"...und ich merke jetzt, dass ich bei der Produktion des Podcasts ein paar längere Erzählpassagen mit Musik unterfüttern muss, damit es dem Hörer nicht zu langweilig wird."

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14-12-2009

Robert B. Parker: Hundert Dollar Baby

Ist es Lob oder Tadel, einem Kriminalroman zu bescheinigen, er lese sich "nett"? Wohl beides. Robert B. Parkers Spenser-Romane um den Schnüffler aus Boston und seine skurrilen Helfershelfer gehören jedenfalls in diese Schublade der netten Krimis, bei deren Lektüre man vor Enttäuschungen sicher ist, aber auch keine wirklich aufregenden Erkenntnisse erwarten darf. Das liest sich eben. Routiniert, flott, mit ein wenig Tiefgang, pointierten Dialogen und der üblichen Action der Sorte "Spenser und Co. haben immer den letzten Schlag".

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10-12-2009

Notdienst 2

Wir sorgen uns um den Chef. Gerade hat er einen Hühnerfarmer an die Bettpfosten fesseln und einen üblen Trunk schlucken lassen; sardonisch grinsend (der Chef, nicht der Hühnerfarmer!). Danach einen Heftroman fertig gelesen und ohne gebührenden Abstand endlich den letzten, unvollendeten Roman von Vladimir Nabokov in die Hand genommen, "Ein Modell für Laura". - Ist das normal? "Alles Krimi", pflegt der Chef zu murmeln, wenn er vom Schundheftchen zur Hochliteratur wechselt oder jedes Wort, mit dem er die ekligsten Episoden seines neuen Romanes zu schreiben gedenkt, genauestens wägt, als sei es eine feinsinnige Elegie und nicht ein Affront gegen jeden kultivierten Menschen. Doch, doch, wir sorgen uns. Und halten weiter die Stellung.

Marja und Natasha, diensthabende Zwangspraktikantinnen

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07-12-2009

Notdienst 1

Uh, uh, der Chef hat gerade eine lesbische Jungpharmazeutin in einem Flüsschen ertränkt... da wollen wir ihn gar nicht stören. Sondern nur sagen, dass bei der Krimi-Couch dem Chef seine →Dezemberkolumne jetzt auch offiziell online ist. Ein kleiner Jahresrückblick mit vielen Geschenktipps! Und dann hat er noch eine →kompakte Besprechung von Andrea Maria Schenkels "Bunker" geschrieben, weil ihn der Herr König von der Couch dazu genötigt hat. So, jetzt aber auf leisen Sohlen aus der Redaktion und schon mal das Badewasser eingelassen. Nach dem Dichten ist der Chef immer so verschwitzt.

Oxana und Elena, diensthabende Zwangspraktikantinnen

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Standby, Ökomodus, Notdienst, kein Mist

Bis zum Ende des Jahres läuft wtd im Ökomodus. Will sagen: Die eine und andere Rezension, dieser und jener Hinweis, ansonsten aber möchte sich der Blogger ein wenig dem kommenden Werk und sonstigen Kleinigkeiten widmen. 2010 geht es dann wie gewohnt weiter. Ein Notdienst wurde eingerichtet, um wichtige Nachrichten unserer LeserInnen entgegen zu nehmen und zuzubereiten.

Und wichtig ist natürlich dies hier: In der Zeitschrift "Kommune" (06/2009) bespricht Michael Schweizer "Arme Leute" als Teil eines lustigen Dreiers:


"So viele Krimis, so viel Mist. Doch manchmal ist es anders. Dann springen einem die neuen Bücher von Haas, Dieter Paul Rudolph und Christine Lehmann entgegen, beglücken wie erwartet – und überraschen. (...) Offenbar kommt man auf einem gewissen literarischen Niveau an bestimmten Themen nicht vorbei."

Schön. Zwischen Wolf Haas und Christine Lehmann, ohne abzustinken. Leider ist der Artikel (noch) nicht online, aber bald vielleicht doch in →Michael Schweizers Kolumne beim Alligator.

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05-12-2009

Weihnachtslieblingskrimi

Nein, ist das komisch! Da schickt mir →Georg aus Karlsruhe eine Kopie der diesjährigen Lieblingsbücher der Rezensenten der Stuttgarter Zeitung (nein, das ist jetzt noch nicht das Komische!). Und tatsächlich: Ein Kritiker hat auch die "Armen Leute" ganz, ganz lieb (nicht komisch, sondern nachvollziehbar). Aber jetzt: Dieser Kritiker heißt auch Georg mit Vornamen! Wie der Georg aus Karlsruhe, der mir usw. Also ich hab ganz kurz furchtbar lachen müssen. Sachen gibts! Und hier der Beleg; bitte am Montag beim Buchhändler vorlegen:

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04-12-2009

Unaufgeräumte Krimienden

"Zwei Figuren und Romandrittel lang hält Rudolph den Provinzkrimi bravourös durch, dann schlägt er einen gewagten Haken. Mit dem dritten Erzähler strapaziert er vorsätzlich die Glaubwürdigkeit. Er will die Aufgeräumtheit eines normalen Krimiendes und die Fassbarkeit von Figuren und Verhältnissen sabotieren."

So schreibt es Thomas Klingenmaier heute in der "Stuttgarter Zeitung" über "Arme Leute". Und das ist wie immer auf den Punkt gebracht. Noch nicht online, vielleichts kommts ja noch. So. Und jetzt munter an die Fortsetzung ran. Motto auch hier: Wider die Glaubwürdigkeit, für das Unaufgeräumte!

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Hugo Bettauer: Hemmungslos

Ach, das waren lustige Tage! Ein Vatertagsausflug auf Staatskosten mit Aussicht auf fremde Länder und Ordensbrust. Man skandierte "Jeder Schuß ein Russ', jeder Stoß ein Franzos'" oder – auch der Wortwitz sprühte in jenen Tagen – "Serbien muss sterbien". Ob man die "Dicke Berta" sehen würde, jene legendäre Großkanone aus dem Hause Krupp? Oder gar, wer weiß?, auf dem Feld der Ehre einen ähnlich dicken Fisch an die Angel bekäme wie damals 70/71 den französischen Kaiser persönlich? - Doch es sollte kein Feld der Ehre mehr geben. Statt dessen Massenvernichtung mit zeitgemäßer Hightech. Verdun, die nordfranzösischen, belgischen Schützengräben, Ypern, Giftgas und Granaten, Verrecken in der eigenen Scheiße. Erster Weltkrieg.

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03-12-2009

Die Kaschemme der Bluffer

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Äh - oder so ähnlich. Man kommt leicht durcheinander bei Walther Kabel, dem Extremvielschreiber. Aber weil wir ja alle wissen, warum wir Triviales lesen (ich sage nur: Urmythos!), freuen wir uns auf zwei neue Romane Kabels in der →"Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts". Ab sofort. Für alle. Für lau.

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