CD-Kritik Zur Startseite

Platypus

Ice Cycles

(Insideout)

Wer seine Band "Schnabeltier" nennt und ein zehnminütiges Rock-Epos in die Abschnitte "Yoko Ono", "Yoko Two-No" bis "Yoko Outro" unterteilt, ist wahlweise hell wie ein Fläschchen Dunkelbier oder ein Freak. Für das Sideproject Platypus haben sich vor zwei Jahren die Freaks Ty Tabor (King´s X), John Myung (Dream Theater), Derek Sherinian (Ex-Dream Theater) und Rod Morgenstein (Dixie Dregs) zusammengefunden.

Was mit dem exzellenten Debüt "When Pus Comes To Shove" begann, wird jetzt kongenial weitergeführt: Spontaner Prog-Rock voller 70er-Anleihen und schönen Frickelattacken. Während das erste Album einfach drauflosstürmte, ist "Ice Cycles" geschliffener und strukturierter. "Oh My God", das erste Lied, ist mit seinem Titel Programm. Es ist schier unfaßbar, mit welcher Leichtigkeit und Lust die acht Songs daherkommen.

Allerdings setzt sich auf der neuen Platte wieder der Einfluß von Ty Tabor am stärksten durch - wer King´s X nicht mag, muß es mit Platypus also nicht versuchen! Wer aber Spaß an Prog-Rock hat und sich einen Dreck um Trends schert, sollte zugreifen.

(dmm)

 


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